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Volle Kraft voraus in den Niederlanden

Volle Kraft voraus in den Niederlanden

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Unbeirrt der Atomkatastrophe in Japan und den Forderungen eines schnellen Atomausstiegs in Europa hält die Niederlande an seinen Atomplänen fest – und plant den Bau eines weiteren AKWs.

Das Land erhält dabei die volle Unterstützung der Atomkonzerne, allen voran der deutschen RWE (Rheinisch-Westfälisches Elektrizitätswerk).

Spiegel-online-Informationen zufolge plant das Unternehmen den Bau einer neuen Anlage, bei Borssele nur knapp 300 Kilometer von der deutschen Grenze entfernt. Der Meiler könnte auch Strom in u.a. nach Deutschland exportieren, heißt es von Seiten des Atomkonzerns. Die neuen Meiler sollen rund fünf Milliarden Euro kosten und eine Bruttoleistung von 1000 bis 1600 Megawatt haben. Zum Vergleich: Das größte deutsche Atomkraftwerk, Isar 2, hat eine Bruttoleistung von 1485 Megawatt. Die Bauarbeiten sollen schon nächstes Jahr beginnen.

RWE steigt in Borssele ein

Um sein Projekt verwirklichen zu können hätte RWE mit dem holländischen Energieversorger Delta einen Einstieg beim Kernkraftwerk Borssele in der Provinz Seeland ausgehandelt, berichtet Spiegel-online weiter.

RWE soll 30 Prozent an dem Kernkraftwerk erhalten. Die Investition beläuft sich auf etwa 600 Millionen Euro. Den an Borssele gekoppelten niederländischen Stromversorger Essent hatte RWE bereits vor zwei Jahren komplett übernommen. Ursprünglich hatte RWE-Chef Großmann sogar einen 50-prozentigen Anteil an dem Atomkraftwerk angestrebt. Dieser Plan war allerdings auf Widerstand in den Niederlanden gestoßen.