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USA wollen Todesstrafe für Cole-Attentäter

USA wollen Todesstrafe für Cole-Attentäter

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Mehr als zehn Jahre nach dem Anschlag auf die USS Cole im Jemen wollen die USA im geplanten Militärtribunal gegen den mutmaßlichen Hauptdrahtzieher die Todesstrafe erreichen.

Das teilte das US-Verteidigungsministerium am Mittwoch mit. Bei dem Anschlag auf das US-Kriegsschiff im Oktober 2000 waren 17 amerikanische Matrosen ums Leben gekommen.

Der Angeklagte Abdel Rahmin al-Nashiri wird im US-Gefangenenlager Guantánamo Bay auf Kuba festgehalten und soll dort vor eine der umstrittenen Militärkommissionen gestellt werden. Der saudische Staatsbürger soll maßgeblich an der Planung und Vorbereitung des Anschlags auf das Kriegsschiff beteiligt gewesen sein. Das Pentagon hält ihn auch für den Hintermann bei der Attacke auf das französische Öltankschiff «MV Limburg» im Golf von Aden im Oktober 2002.

Letztes Wort liegt bei Juristen

Das letzte Wort darüber, ob die US-Militärankläger die Todesstrafe anstreben können, liegt beim Top-Militärjuristen, der die Oberaufsicht über die Militärkommissionen hat. Gibt es grünes Licht, wäre es der erste Todesstrafen-Prozess vor einem dieser Sondergerichte in Guantánamo Bay.

Die US-Regierung will auch den als Drahtzieher der Anschläge vom 11. September 2001 verdächtigten Chalid Scheich Mohammed Chalid und vier mutmaßliche Mittäter vor eine Militärkommission stellen. Sie hat aber noch nicht bekanntgegeben, ob sie in dem Verfahren die Todesstrafe anstreben will.

Nashiri soll sich unter anderem wegen Mordes, versuchten Mordes und Terrorismus verantworten. Ein Prozessdatum ist noch nicht festgesetzt.