Freitag30. Januar 2026

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USA und die Ratingagenturen

USA und die Ratingagenturen

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Hoch verschuldete Staaten wie die Euro-Krisenländer haben allen Grund, die Noten der großen Ratingagenturen zu fürchten. Einzige Ausnahme bislang: Die USA.

Das Urteil von Ratingagenturen ist meist entscheidend dafür, wieviel sie für neue Schulden an Zinsen berappen müssen. Stufen Moody’s, Standard & Poor’s oder Fitch die Kreditwürdigkeit herab, wird es für den betroffenen Staat am Kapitalmarkt in aller Regel automatisch teurer.

Einzige Ausnahme bislang: Die USA. Als größte Volkswirtschaft der Welt nehmen die Vereinigten Staaten eine Sonderrolle ein. Die gewaltige Wirtschaftsmacht und die Rolle US-Dollar als Leitwährung der Welt sorgen dafür, das US-Staatsanleihen bislang als einer der wenigen «sicheren Häfen» für Anleger gelten.

Topnote «AAA» verloren

Bei der größten Ratingagentur Standard & Poor’s hat Washington beispielsweise längst die Topnote «AAA» verloren. Nach ähnlichen Budgetstreitigkeiten vor zwei Jahren hatte S&P den Daumen gesenkt. Aber die USA konnten sich weiter zu günstigen Konditionen Geld am Kapitalmarkt leihen.

Die Ausnahmerolle der Amerikaner wird auch von der US-Notenbank gestützt. Sie hat die Hoheit über die Währung und kann die Welt unbegrenzt mit Dollar fluten. Das hat sie in der Finanzkrise zuletzt gezeigt.

Im aktuellen US-Finanzstreit hielten sich die beiden US-Agenturen Moody’s und Standard & Poor’s bislang bedeckt. Nur die kleinste der drei Großen, Fitch, droht mit einer Herabstufung. Bei Moody’s und Fitch haben die USA noch die Bestnote «AAA».