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USA bestätigen Tod von Vizechef der Al-Kaida

USA bestätigen Tod von Vizechef der Al-Kaida
(dpa-Archiv)

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Die Nummer zwei des Terrornetzwerks Al-Kaida ist nach Angaben der USA tot. Der Libyer Abu Jahia al Libi ist bei einem Drohnenangriff der CIA in Pakistan ums Leben gekommen.

Bei dem Angriff waren im Nordwesten des Landes mehrere Häuser zerstört worden. Al Libi wurde zweithöchster Al-Kaida-Führer, nachdem der Ägypter Aiman al-Sawahiri nach der Tötung Osama bin Ladens vor einem Jahr die Führung des Terrornetzwerks übernahm. Seitdem haben die USA mehr als ein Dutzend ranghoher Al-Kaida-Mitglieder getötet oder gefangen genommen.

Nach dem Angriff im Stammesgebiet Nord-Waziristan hatten pakistanische Geheimdienstmitarbeiter am Montagmorgen von mindestens 15 Toten berichtet. Aus Sicherheitskreisen hatte es geheißen, es gebe Berichte über Ausländer unter den Toten. Es war der dritte amerikanische Drohnenangriff innerhalb von drei Tagen.

Neue Führungsfigur

Al-Libi hatte nach der Tötung Osama bin Ladens im Mai vor einem Jahr und dem Rückzug von dessen Nachfolger Eiman al-Sawahiri in Zufluchtsgebiete im pakistanischen-afghanischen Grenzgebiet eine Lücke in der Al-Kaida-Führung gefüllt. Der libysche Terrorist, der unter seinem Kampfnamen bekannt ist («Al-Libi» bedeutet «Der Libyer»), ist Al-Kaida-Anhängern sowohl als Kommandeur als auch als Prediger ein Vorbild.

Al-Libi war in der Vergangenheit schon mehrfach fälschlicherweise totgesagt worden. Anfang 2008 hatten Medien berichtet, er sei bei einem US-Drohnenangriff im pakistanischen Grenzgebiet zu Afghanistan gestorben. Ende 2009 hatte es ebenfalls Berichte über seinen Tod bei einem solchen Angriff gegeben. Der Top-Terrorist hatte sich danach noch zum zum Aufstand in seiner Heimat Libyen geäußert.

Al-Libi war 2005 gemeinsam mit anderen Terrorverdächtigen aus dem berüchtigten US-Militärgefängnis im afghanischen Bagram geflohen. Er schloss sich danach sofort wieder den Terroristen an.