
Der US-Spionagedienstleister CSC hat seit Jahren Zugriff auf hochsensible Daten der Bundesregierung in Deutschland. Das haben Recherchen vom Norddeutschen Rundfunk (NDR) und «Süddeutscher Zeitung» ergeben. Sie sprechen dabei von einer «US-Spionagefirma». Zwischen 2003 und 2006 war die «Computer Science Corporation» zudem Hauptauftragnehmer der CIA und half bei dem weltweiten Entführungsprogramm – zum Beispiel mit der Vermietung von Flugzeugen und Besatzungen, um gekidnappte Terrorverdächtige zu Geheimgefängnissen rund um dem Globus zu bringen,
Das Unternehmen hat auch seit 1987 einen Sitz in Luxemburg (Cloche d’Or). CSC unterstützt hierzulande zahlreiche Firmen im IT-Bereich, Die Mitarbeiter helfen beim Outsourcing von Geschäftsabläufen, schützen Kunden vor Cyberangriffen und programmieren Software. So betreibt die
Firma unter anderem für den «European Data Hub» in Luxemburg ein Rechner und Cloud-Datazentrum. 2010 hat CSC unter anderem ein Cloud-Rechenzentrum sowie ein E-Commerce-Portal in Luxemburg eröffnet. Zahlreiche Firmen, darunter DuPont de Nemours, oder zahlreiche Finanzinstitute lassen ihre Daten durch CSC verwalten. Computer Sciences Corporation beschäftigt weltweit fast 100.000 Menschen, in Luxemburg sind es 100 Mitarbeiter.
Milliarden-Deal mit der NSA
Das Unternehmen ist aber auch ein riesiger Verteidigungsdienstleister. In der Rechere des NDR und SZ heißt es: Im Grunde genommen ist CSC die ausgelagerte EDV-Abteilung der amerikanischen Geheimdienstwelt. So programmierte die Firma für die NSA unter anderem die Software «Trailblazer», mit der der Geheimdienst Mobiltelefone und E-Mails ausspionieren und die gesammelten Daten auswerten konnte. Noch bis 2014 läuft ein Fünf-Milliarden-Dollar-Vertrag mit der NSA. Der Auftrag lautete: Erneuerung des IT-System der NSA und Austausch von Technik, elektronischer Infrastruktur und Software im großen Stil, heißt es in dem NDR/SZ-Bericht weiter.
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