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Ungarn warnt vor Betreten des Landes

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Auf einer ganzseitigen Anzeige in der führenden libanesischen Tageszeitung warnt Ungarn vor einem illegalen Betreten seines Landes.

Auf einer ganzseitigen Anzeige in der führenden libanesischen Tageszeitung warnt Ungarn vor einem illegalen Betreten seines Landes. Gegen Menschen, die dies versuchten, werde streng vorgegangen, heißt es in der Anzeige in der Zeitung «An-Nahar» vom Montag. «Hört nicht auf die Schlepper. Ungarn lässt es nicht zu, dass illegale Immigranten über die Grenze kommen», heißt es in dem Text weiter. Es sei ein Verbrechen, das mit Gefängnis bestraft werden könne.

Vor zwei Wochen hatte die dänische Regierung eine ähnliche Kampagne geschaltet. In Anzeigen in libanesischen Zeitungen wies sie darauf hin, dass seit September ein verschärftes Asylrecht gilt. Der Text wurde auch in mehreren Sprachen über soziale Netzwerke verbreitet.

«Brutale Gefahr»

Ungarn vertritt in der Flüchtlingsfrage eine harte Haltung. Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban erklärt, solange es keine gemeinsame EU-Haltung zur Flüchtlingskrise gebe, seien die Mitgliedsstaaten gezwungen, sich selbst gegen die «brutale Gefahr» der Massenmigration zu schützen.

Ungarn hatte seine Grenze zu Serbien am 15. September geschlossen und eine andere Barriere an der Grenze zu Kroatien errichtet, um den Flüchtlingsstrom, zu begrenzen.

Kroatien hat am Montag an der Grenze zu Serbien ein Aufnahmezentrum für Flüchtlinge eröffnet. In ihm sollen die Asylsuchenden registriert und ihr Weitertransport vermittelt werden, wie die Behörden mitteilten. Allerdings waren viele Flüchtlinge besorgt, obwohl ihnen versprochen worden war, letztendlich nach Ungarn oder Slowenien geschickt zu werden.

Seit Mitte September strömten nach Schließung der ungarischen Grenze rund 27.000 Flüchtlinge nach Kroatien.

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