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„Un malentendu interne“

„Un malentendu interne“

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LUXEMBURG - Die Polizei hatte vor einiger Zeit das Logo eines Unfallwagens auf einem Foto retuschiert. Dieses Vorgehen provozierte eine parlamentarische Frage. Der Minister spricht von einem "Versehen".

Zu der offiziellen Meldung über einen Unfall in der Nähe vom „Schlammestee“ hatte die Pressestelle der Polizei ein Foto mitgeliefert, auf dem ein weißes Fahrzeug zu sehen war, dass im Straßengraben stand. Bei dem Foto handelt es sich aber um ein von dieser Dienststelle komplett retuschiertes Bild, denn in Wirklichkeit geht es um einen Wagen des Pflegedienstes „Hëllef doheem“.

Das Logo, die Farbstreifen und die Telefonnummern, die auf diesem Fahrzeug abgedruckt waren, wurden nicht etwa nur unkenntlich gemacht, sondern regelrecht wegretuschiert.
Damals fragten wir uns, was das soll. Und nicht wir allein stellten uns diese Frage, denn auch die LSAP-Abgeordnete Claudia Dall’Agnol wollte vom verantwortlichen Minister Etienne Schneider Erklärungen zu diesem Vorgehen haben.

Interne Richtlinie

In seiner Antwort gab dieser nun zu verstehen, dass es innerhalb dieses Pressedienstes eine Richtlinie gibt, die besagt, dass sowohl Kennzeichen (Anm. d.Red.: das ist nicht neu) als auch Logos oder Firmennamen (Anm. d. Red.: das ist neu) auf Unfallwagen unkenntlich gemacht werden sollen („floutage grossier“).

In dem von uns beschriebenen Fall habe ein „malentendu interne au service communication et presse de la police“ (sic) dazu geführt, dass ein Mitarbeiter dieses Dienstes nicht nur einen „floutage grossier“ vorgenommen, sondern gleich alles wegradiert hat.
Es handele sich keinesfalls um eine „expression de désinformation de la police“ und die Polizei entschuldige sich für das Vorgehen ihres Mitarbeiters, sagte der zuständige Minister (und nicht etwa die Polizei).
„J’ai donné instruction que les dispositions des directives internes soient scrupuleusement respectées par l’ensemble du personnel policier et civil de la police grand-ducale“, so Schneider abschließend. roi