«Ich bedauere es, dass man die Ukraine vor die Wahl zwischen Russland und der EU gestellt hat», so Premier Bettel. Es sei klar, dass die Ukraine ihre Reformen vorantreiben müsse.
«Man kann den Ukrainern aber nicht verbieten mit dem einen Partner zu sprechen und mit dem anderen nicht.» Bettel hält sich am Donnerstag in der Ukraine auf und trifft Präsident Petro Poroschenko sowie seinen Amtskollegen Arsenij Jazenjuk.
Glaubwürdigkeitsproblem
Bettel betont, dass er auch über seine Gespräche mit Russlands Präsident Wladimir Putin, den er vor zwei Wochen getroffen, zu sprechen kommen wird. Generell dürfe die EU nicht in eine Lage kommen, in der sie unter einem Glaubwürdigkeitsproblem leide, weil sie für die andere Ukraine andere Standards als für Russland anwende.
Ende des Jahres müsse auch Kiew ernsthafte Fortschritte gemacht haben. Hinzu komme die wirtschaftliche Situation der Ukraine, die momentan stabil sei. Bettel betont, dass die bilateralen Beziehungen zwischen Luxemburg und der Ukraine eine Rolle spielen werden.
ArcelorMittal sei der wichtigste ausländische Investor im Land. Zudem beteilige sich Luxemburg an der Weiterbildung von Personen im Finanzdienstleistungsektor.
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