
In der tunesischen Stadt Sousse hat sich am Mittwoch ein Selbstmordattentäter in die Luft gesprengt, während ein weiterer Anschlag im nahe gelegenen Monastir vereitelt wurde. Die Explosion ereignete sich am Strand von Sousse, wie ein Sprecher des Innenministeriums mitteilte. Außer dem Attentäter sei niemand getötet worden. Zu den Hintergründen der Tat wurden zunächst keine Einzelheiten bekannt. Die bei Touristen beliebte Hafenstadt Sousse liegt etwa 140 Kilometer südlich der Hauptstadt Tunis. Die Stadt Sousse ist auch ein Reiseziel von Luxairtours.
Augenzeugen berichteten, dass der Angriff offenbar einem Hotel im Zentrum der Stadt galt. Der Attentäter sei aber aufgefallen und in Richtung des leeren Strandes verfolgt worden, wo er schließlich die Bombe zündete.
Ein Selbstmordanschlag auf das Mausoleum des Staatsgründers und langjährigen Präsidenten Habib Bourguiba im nahe gelegenen Monastir wurde nach Angaben des Innenministeriums von Sicherheitskräften verhindert. Ein junger Mann, der in Besitz von Sprengstoff gewesen sei, sei festgenommen worden.
Seit dem Sturz des langjährigen Machthabers Zine El Abidine Ben Ali im Januar 2011 wird Tunesien immer wieder von Anschlägen erschüttert, für die militante Islamisten verantwortlich gemacht werden. Alleine im Oktober wurden neun Sicherheitskräfte bei Gefechten mit mutmaßlichen Dschihadisten getötet. Die Massenproteste in Tunesien hatten den Arabischen Frühling ausgelöst.
Zu Demaart
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