Donnerstag29. Januar 2026

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Teile von New York unter Wasser

Teile von New York unter Wasser
(dpa)

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Hurrikan Sandy legt das öffentliche Leben an der US-Ostküste lahm. Wer kann, bringt sich in Sicherheit. New York läuft voll Wasser.

Während sich New York auf den Sturm vorbereitet und mehrere U-Bahn-Stationen in Manhattan geschlossen werden, befinden sich Teile der Stadt schon unter Wasser. Ab 19 Uhr Ortszeit soll das ganze U-Bahn-Netz für mindestens 24 Stunden stillgelegt werden, wie die «Daily Mail» berichtet. Das geschehe erst zum zweiten Mal in der Geschichte der New Yorker Metro. Wie die «New York Times» berichtet, soll eine riesige Flutwelle die Küste ungefähr um 20 Uhr Ortszeit erreichen. Bei uns ist es dann ein Uhr in der Nacht auf Dienstag.

Der Luftdruck im Zentrum des Sturms beträgt 946 Hektopascal (hPa). Ein dermassen tiefer Wert wurde an der US-Ostküste noch nie gemessen. Je tiefer der Druck, desto stärker der Hurrikan. Zum Vergleich: Der Hurrikan Katrina kam im Jahr 2005 auf einen Tiefstwert von 902 hPa. Dass der Druck unter die Grenze von 900 hPa fällt, kommt nur äusserst selten vor.

«Gehen Sie sofort»

Vor dem Eintreffen von Wirbelsturm «Sandy» hat Bürgermeister Michael Bloomberg die New Yorker aufgefordert, zu Hause zu bleiben. «Sie könnten essen oder ins Kino gehen. Aber denken Sie daran: Es ist gefährlich da draußen. Vielleicht ist das einfach ein guter Tag, vor dem Fernsehen zu sitzen und ein Sandwich zu essen», sagte Bloomberg am Montag in New York.

Die Theater am Broadway und die Parks seien geschlossen, ebenso Gemeindezentren und Büchereien. Die Schulen würden auch am Dienstag nicht öffnen, ebenso Behörden, die nichts mit dem Katastrophenschutz zu tun haben. Auch Busse und Bahnen fahren weiter nicht.

Der Hinweis, zu Hause zu bleiben, gelte aber nicht für die Menschen im Evakuierungsgebiet. «Wenn Sie in Zone A leben, gehen Sie sofort!», sagte Bloomberg zu den Einwohnern der direkt an der Küstenlinie gelegenen Häuser. «Es kann sehr schnell zu spät sein.» Dabei gehe es auch um das Leben der Helfer. «Wenn Sie um Hilfe rufen, kommen wir. Aber ich möchte nicht das Leben unserer Mitarbeiter riskieren, nur weil zu spät um Hilfe gerufen wurde.» Der Sturm dürfe nicht unterschätzt werden: «Wenn Sie jetzt sagen, ach, so schlimm ist es ja gar nicht, dann sage ich: Stimmt. Aber es wird schlimm!»

«Ein nasser Tag»

Es stünden schon 76 Notunterkünfte zur Verfügung. «Es gibt Essen, Trinken, Betten, es ist alles da. Und bringen Sie ihre Haustiere mit. Kein Mensch kann sagen, wann Sie zurückkönnen.» Mitarbeiter der Stadt seien in Zwölf-Stunden-Schichten dabei, Menschen zu betreuen, Überflutungen zu vermeiden und die Parks zu sichern. Es gebe aber schon Überschwemmungen und der Regen werde deutlich zunehmen. «Es wird ein sehr nasser Tag.»