Samstag17. Januar 2026

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Syrien-Kämpfer an Spanien ausgeliefert

Syrien-Kämpfer an Spanien ausgeliefert
(dpa/Symbolbild)

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Nach seiner Festnahme in Luxemburg ist am Montag in aller Stille der belgische Syrien-Kämpfer Davide De Angelis an Spanien ausgeliefert worden.

Am 8. Juli frühmorgens schlugen in Canach die maskierten Männer der Spezialeinheit der Polizei mit spanischen Ermittlern zu. Sie weckten unsanft Davide De Angelis aus dem Schlaf. Der gebürtige Belgier wurde von den spanischen Behörden mit einem europäischen Haftbefehl gesucht. De Angelis gehört zu einem Dschihadisten-Netzwerk, das unter anderem von der spanischen Exklave Melilla aus operiert hat. Er war laut spanischen Behörden sei Ende 2012 in Syrien gewesen und hat in Absprache mit dem Chef der spanischen Terrorzelle neue Mitglieder für IS rekrutiert. Sein Kampfname in Syrien lautete Abou Nouh.

Es dauerte keine Woche, bis die Luxemburger Justiz dem Auslieferungsantrag Spaniens zustimmte. Am Montag wurde der Belgier klammheimlich mit einem Privatjet aus Luxemburg nach Madrid geflogen und den spanischen Behörden übegeben, berichten spanische Medien am Mittwoch. Die spanischen Ermittlungebehörden haben zahlreiche Fragen an den Mann. Neben der Rekrutierung von Kämpfer von IS in Syrien und dem Irak soll De Angelis auch für das Umfeld von Al-Qaida gearbeitet haben. Dabei soll es um die Rekrutierung von jungen Männern für den Konflikt in Mali gehen.

Seit März wurde nach dem Belgier international gesucht. Die spanischen Behörden hatten in dem Monat das geheime Netzwerk in Spanien und Marokko aufgedeckt. Davide De Angelis flüchtete und fand bis vor kurzem Unterschlupf in Luxemburg.