Dienstag27. Januar 2026

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Stunk bei den französischen Polizisten

Stunk bei den französischen Polizisten
(Michel Euler)

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Tausende Polizisten haben in der französischen Hauptstadt Paris mit Fahnen und Trillerpfeifen gegen die zunehmend unsicheren Arbeitsbedingungen protestiert.

Auf dem Platz Place Vendôme verwiesen sie am Mittwoch auf das Beispiel eines Kollegen, der kürzlich von einem Häftling auf Urlaub schwer verletzt worden war. Ein Sprecher der Polizeigewerkschaft Unité SGP kritisierte, zu oft müsse die Polizei immer wieder dieselben Menschen festnehmen, weil das Zusammenspiel mit der Justiz nicht funktioniere.

Premierminister Manuel Valls räumte ein, dass es Probleme gebe, die behoben werden müssten. Zugleich versprach er in einer Rede, nach dem massiven Personalabbau der vergangenen Jahre wieder mehr Polizisten einzustellen. Präsident François Hollande kündigte an, sich in der kommenden Woche mit Vertretern der Polizeigewerkschaft zu treffen.

Unter Druck

Die Polizisten in Frankreich stehen seit den tödlichen Anschlägen islamistischer Extremisten auf die Redaktion des Satire-Blatts «Charlie Hebdo» und einen koscheren Supermarkt in Paris Anfang des Jahres unter besonderem Druck. «Wenn wir Leute festnehmen, wollen wir, dass sie hinter Gittern bleiben», sagte Laurent Diedrich von der Gewerkschaft SCSI-CFDT.

Valls versprach unter anderem, den Rechtsweg zu vereinfachen und die Haftstrafen für Menschen zu erhöhen, die wegen Waffenbesitzes verurteilt wurden. Seit 2012 seien zwischen 12.000 und 15.000 Polizistenstellen abgebaut worden, das solle sich jetzt wieder ändern, sagte er zudem.