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Für das EU-Bildungsprogramm Erasmus+ werden zwischen 2014 und 2020 über 14 Milliarden Euro ausgegeben. Für Luxemburg sind 2014 insgesamt 2,9 Millionen vorgesehen. 2011-2012 nahmen 450 Studenten am Erasmus-Programm teil.

Das EU-Bildungsprogramm Erasmus wurde 1987 ins Leben gerufen. Das Ziel des Programms ist es, die Zusammenarbeit von Hochschulen in Europa sowie die Mobilität von Studenten und Lehrkräften zu fördern. Es ist Teil des EU-Programms für Lebenslanges Lernen das neben Hochschulbildung auch Schul-, Berufs- und Erwachsenenbildung umfasst.

Dank Erasmus können Studenten ein Semester oder ein Unternehmens-Praktikum im Ausland machen. Zu diesem Zweck unterschreiben Universitäten untereinander Verträge, die EU-Kommission stellt die Finanzmittel für Stipendien zur Verfügung. In Luxemburg ist die Anefore asbl (Agence Nationale pour le programme Education et Formation tout au long de la vie en Europe) für diesen Bereich verantwortlich. Seit 1987 haben über 3 Millionen von dieser Möglichkeit profitiert.

Die Luxemburger zeichnen sich durch ihre hohe Studien-Mobilität aus. Die Zahl der ausländischen Studenten, die im Rahmen des Erasmus-Programms an der Universität Luxemburg studieren, steigt aber auch. Im Studienjahr 2011-2012 kamen zum ersten Mal mehr Studenten nach Luxemburg als Luxemburger ins EU-Ausland gingen. Die meisten Studenten kamen aus Frankreich (170), Belgien (111) und Deutschland (75). Bei den Luxemburger Studenten war Deutschland am beliebtesten, mit
221 Jugendlichen. Das Podium wurde ergänzt durch Frankreich (81) und Belgien (36). Aber Großbritannien zum Beispiel sei schwer im Kommen, heißt es. Luxemburg zählt zu den Spitzenländern, was die Mobilität der Studierenden anbelangt. Insgesamt nahmen 450 Personen am Erasmus-Programm teil. In der EU waren 2011-2012 Spanien, Frankreich und Deutschland die Länder, wo die meisten Studenten hinwollten. Spanien schickte aber auch die meisten Jugendlichen ins Ausland, vor Deutschland und Frankreich.

Neues Programm für neuen Schwung

Am 1. Januar 2014 wurde in der EU ein neues Programm gestartet: Erasmus+. Bis 2020 sollen insgesamt 14,7 Milliarden Euro in das Programm investiert werden. Der Bildungsetat der EU erhöht sich so um etwa 40 Prozent. Der Luxemburger Partnervereinigung SNJ (Service national de la jeunesse) stehen 2014 Fördermittel in Höhe von 1.622.000 Euro zur Verfügung. Die Organisation Anefore welche dem Schul- und Bildungsministerium untersteht erhält rund 1,3 Mio. Euro für 2014.

Erasmus+ ist ein Dachprogramm für lebenslanges Lernen, Jugend in Aktion sowie die internationalen EU-Hochschulprogramme (Comenius, Leonardo da Vinci, Erasmus, Erasmus Mundus und Grundtvig). Laut Schätzungen erhalten mit Erasmus+ mehr als 4 Millionen Personen finanzielle Hilfen, um im Ausland zu studieren, zu arbeiten oder einer Freiwilligentätigkeit nachzugehen. Das neue Programm beinhaltet drei Proritäten: die Verbesserung der Lernmobilität der Studenten, der Aufbau strategischer Partnerschaften im Dienste der Innovation und die Unterstützung politscher Reformen.

Aktion für Jugendliche

Ein besonderes Augenmerk gilt dabei den jungen Menschen. So sieht das Programm Aktion «Jugend in Aktion» des SNJ zum Beispiel den Austausch von Jugendlichen im Alter 13 und 30 Jahren vor. Er soll zwischen 5 und 21 Tagen dauern. Weiterhin wird das europäische Jugendehrenamt gefördert. Jugendliche im Alter von 17 bis 30 Jahren arbeiten zwischen 2 und 12 Monaten in sozialen und karitativen Programmen. Die Aktion bietet des Weiteren den Betreuern der Jugendlichen eine gute Aus- und Weiterbildungsmöglichkeit. Schließlich unterstützt der SNJ «politische» Projekte, wie die Bildung eines Jugendparlaments.

Am 30. Januar um 15.00 Uhr und am 4 Februar um 10.00 Uhr finden in der Maison de l’Orientation (58, Grande-Duchesse Charlotte in Luxemburg) die «Erasmus+ Info Days» statt. Infos unter www.anefore.lu und www.europe.snj.lu