Die Trauerfeier für den ersten Menschen auf dem Mond war eine stille Angelegenheit. Nicht Mondraketen, sondern Militärflugzeuge stiegen zu seinen Ehren auf.
Eine Ehrengarde der US-Navy präsentiert an der privaten Gedenkfeier für Neil Armstrong in Cincinnati im Bundesstaat Ohio die Fahnen. (Tageblatt/Bill Ingalls / Nasa Handout)
Neil Armstrong, Michael Collins und Elrin "Buzz" Aldrin im Quarantäne-Wohnwagen vor ihrem Start zur Apollo 11-Mission. (Tageblatt-Archiv/Nasa)
Neil Armstrong serviert Kuchen nach seiner Rückkehr vom Mond und seiner Entlassung aus der Quarantäne am 10. August 1969. (Tageblatt-Archiv/Nasa)
Neils Armstrongs Witwe Carol und Piper Van Wagenen, eins der zehn Enkelkinder des Astronauten, der letzten Samstag 82-jährig starb. (Tageblatt/Bill Ingalls)
Der ehemalige Astronaut John Glenn mit Ehefrau Annie an der Gedenkfeier. Glenn war Pilot des Mercury-Programms und flog 1962 die Friendship 7 ins All. 1989, mit77 Jahren, flog er an Bord der Raumfähre Discovery noch einmal ins All. Glenn war auch Senator für Ohio. (Tageblatt-Archiv/Nasa)
Michael Collins, der mit Armstrong in der Apollo 11 zum Mond flog, mit der stellvertretenden Nasa-Direktorin Lori Garver und Nasa-Direktor Charles Bolden. Collins flog die Apollo 11 um den Mond, während Armstrong und Buzz Aldrin mit der Landekapsel auf dem Erdtrabanten aufsetzten. (Tageblatt/Bill Ingalls)
Mit dem Dudelsack-Corps des Sheriff-Reviers von Hamilton County, Ohio, endete die Gedenkfeier für Neil Arstrong in Cincinnati. (Tageblatt/Bill Ingalls)
Eine Angriffsstaffel der Naval Air Station Oceana in Virginia fliegt F-18-Jets in der sogenannten "Missing Man"-Formation, also mit einer Lücke für den gefallenen Kameraden. (Tageblatt-Archiv/Nasa)
Anderswo fanden ebenfalls Gedenkfeiern für Armstrong statt, zum Beispiel im Armstrong Air and Space Museum in Wapakoneta, Ohio. (Tageblatt-Archiv/Matt Sullivan)
Auch im Apollo Saturn V Center des Kennedy Space Centers in Florida wurde des ersten Mannes auf dem Mond gedacht. (Tageblatt-Archiv/Michael R. Brown)
In West Lafayette, Indiana, fand die Gedenkfeier vor der Statue des Astronauten auf dem Campus der Purdue University statt. Armstrong hatte dort studiert, das Ingenieurs-Institut ist nach ihm benannt. (Tageblatt/Brent Drinkut)
Mit einer stillen Trauerfeier haben Familie und Freunde Abschied von Astronaut Neil Armstrong genommen. Der erste Mensch auf dem Mond war vor einer Woche mit 82 Jahren gestorben. Die Feier am Freitag in einem Vorort Cincinnatis in Armstrongs Heimatstaat Ohio war nicht öffentlich, obwohl zahlreiche prominente Weggefährten dabei waren. Auch John Glenn gab seinem Freund die letzte Ehre. Glenn hatte 1962 als erster Amerikaner die Erde im All umrundet. Er ist 91 Jahre alt.
«Heute haben wir von einem amerikanischen Pionier Abschied genommen, einem Forscher, Patrioten und einem Menschen, der mit ‚einem kleinen Schritt‘ einen Menschheitstraum wahr gemacht hat», hieß es von der Nasa. An seine bemerkenswerten Erfolge werde man sich immer erinnern. «Wenn wir die nächsten Schritte der Entdeckungsreisen der Menschheit unternehmen, werden wir auf den Schultern dieses tapferen Mannes stehen.»
Mehrere Kampfjets einer Angriffsstaffel bildeten zu Armstrongs Ehren am Himmel eine Formation, die bei Gedenkveranstaltungen normalerweise für gefallene Piloten geflogen wird. Der Platz für ein Flugzeug bleibt dabei üblicherweise leer.
Um Armstrongs Beisetzung hatte es eine Auseinandersetzung gegeben, weil ein Politiker seines Heimatstaates ein Staatsbegräbnis gefordert hatte. Das ist aber eigentlich Präsidenten vorbehalten. US-Präsident Barack Obama hatte stattdessen angeordnet, dass landesweit alle Flaggen auf halbmast wehen sollten.
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