Mit einem Startschuss zur Hauptbauphase soll der Brenner-Basistunnel (BBT) zwischen Österreich und Italien nun endgültig umgesetzt werden.
Eine "idyllische" Postkarte aus den 60´er Jahren. (dpa)
Brennerautobahn: Fast zwölf Millionen Fahrzeuge passieren die Strecke pro Jahr. (Tageblatt)
Tirols Landeshauptmann Günther Platter (v.l.), Österreichs Bundesministerin für Verkehr, Doris Bures, der Präsident der Europäischen Bewegung International, Pat Cox, und der Vizepraesident der für den Verkehr zuständigen EU-Kommission, Siim Kallas, posieren am 18. April in Innsbruck bei einer offiziellen Feierstunde zum Beginn der Phase III des Brennerbasistunnels. (Tageblatt/Lukas Barth)
Jetzt startet die Hauptbauphase für das 55 Kilometer lange Kernelement des Korridorabschnitts München - Verona. (Brennerbasistunnel AG)
1986 wurde die Idee der Untertunnelung Tirols erdacht. 25 Jahre danach wurde nun der Startschuss für die Hauptbauphase gegeben.
(Tageblatt/Lukas Barth)
Allerdings garantiert der Bau dieses mit 55,5 Kilometern längsten Eisenbahntunnels der Welt nicht, dass der Nord-Süd-Transitverkehr über den Brenner tatsächlich von der Straße auf die Schiene verlagert wird. (MSR Electronics)
Der Brennertunnel ist nur ein Teilstück der Eisenbahnachse zwischen Berlin und Palermo, einem der vorrangigen Verkehrsprojekte der EU. (Brennerbasistunnel AG)
Die Röhre zwischen Österreich und Italien wird mit seinen 55 Kilometer der zweitlängste Tunnel der Welt. (MSR Electronics)
Ein Festakt in Innsbruck mit Vertretern Österreichs, Italiens, Deutschlands und der Europäischen Union (EU) markierte am Montag den Beginn des Mammutprojekts, berichtete die österreichische Nachrichtenagentur APA . Kritiker sehen die Schienenverbindung zwischen Österreich und Italien aber nach wie vor nicht als gesichert an, da die durchgängige Finanzierung weiterhin unklar sei und das Vorhaben schon viele Spatenstiche hinter sich hat. Umweltschützer bezweifeln die Sinnhaftigkeit des BBT und befürchten ein Milliardengrab.
Der seit Mitte der 1980er Jahre geplante Eisenbahntunnel durch die Alpen soll für weniger Ferien- und vor allem Lastwagenverkehr durch Tirol und über den Brennerpass sorgen. Das bereits von Deutschland, Italien und Österreich beschlossene Projekt wurde aber wegen Finanzierungsschwierigkeiten immer weiter verzögert.
«Unentliche Geschichte»
Der rund 56 Kilometer lange Tunnel sollte ursprünglich bereits 2015 fertig sein, nach Angaben der EU wird nun mit Sommer 2025 gerechnet. Tirols konservativer Landeshauptmann (Ministerpräsident) Günther Platter sprach nach APA-Angaben von einer «unendlichen Geschichte» mit deren Realisierung nun begonnen werde: «Mit Überzeugung sage ich, wir haben es jetzt geschafft. Heute wird der Startschuss für den BBT gegeben.»
Die EU will sich bis 2014 mit 786 Millionen Euro an den Gesamtkosten von mindestens acht Milliarden Euro beteiligen. Den Rest der Kosten teilen sich Italien und Österreich.
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