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Starke Steigerung des Gewinns

Starke Steigerung des Gewinns
(AFP)

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Der Gewinn der BGL BNP Paribas im dritten Quartal 2014 liegt bei 231 Millionen Euro. Die Luxemburger Tochter punktet im Leasing-Geschäft.

Eine Steigerung von 16,7 Prozent hat die BGL im Jahresvergleich erwirtschaftet, teilt die Konzernmutter BNP Paribas in Paris bei der Vorlage der Quartalszahlen mit. Der Luxemburger Konzerntochter wird in dem Bericht eine «sehr gute wirtschaftliche Dynamik» in den Bereichen der Automobil-Flottenverwaltung (Arval) und beim Leasing bescheinigt. Ohne dass weiter auf Einzelheiten eingegangen wird, heißt es, dass im Leasingbereich trotz der Rückführung auf Kernbereiche ein Wachstum erzielt werden konnte. Das lässt darauf schließen, dass der von Luxemburg aus verwaltete Leasingbereich sich in einer Restrukturierung befindet.

Die BGL BNP Paribas hat im dritten Quartal beim Netto-Betriebsergebnis einen Zuwachs von 8,6 Prozent gegenüber dem dritten Quartal 2013 erzielt. Bei den Verwaltungskosten gab es einen Zuwachs von 3,6 Prozent.

Einlagen wachsen

Bei den Einlagen gab es einen Zuwachs von 3,1 Prozent. Sie liegen jetzt bei 13,5 Milliarden Euro. Die Einlagen wuchsen bei den Privatkunden um 2,6 Prozent, bei den Unternehmen gingen sie im dritten Quartal zurück und erreichten 2,3 Milliarden Euro. Laut Angaben der BNP Paribas geht die Erhöhung der Einlagen vor allem auf deutsche Kunden zurück.

Während die Einlagen der Sparkonten deutlich zurückgingen, legten die Einlagen bei den Termingeldern zu. Das Geld, das von den Sparkonten abgezogen wird, geht also nicht automatisch in den Konsum, sondern auf die Suche nach Zinsen.

Mehr Gewinn

Außerhalb der Bilanz der BGL BNP Paribas verwaltet die Finanzgruppe ein Investmentfondsvermögen in Höhe von 1,8 Milliarden und ein Lebensversicherungsvermögen von 900.000 Euro. Bei den Lebensversicherungen gibt es eine Stagnation in den ersten neun Monaten. Bei den Investmentfonds verzeichnet die Gruppe in Luxemburg einen Rückgang von 18,1 Prozent innerhalb eines Jahres, geht aus dem Bericht hervor.

Auf neun Monate bezogen liegt der Gewinn vor Steuern der BGL BNP Paribas bei 651 Millionen Euro. Das ist eine Steigerung von 2,5 Prozent gegenüber demselben Zeitraum des Vorjahres.

«Andere Aktivitäten»

Die Gruppe BNP Paribas ist mit 4.400 Mitarbeitern in Luxemburg der zweitgrößte Arbeitgeber in Luxemburg unmittelbar hinter ArcelorMittal. BNP Paribas sagt von sich, ein Finanzinstitut mit vier Heimatländern zu sein. Frankreich, Italien, Belgien und Luxemburg. Im Quartalsbericht wird jedes einzelne Land extra behandelt. Luxemburg hingegen unter der Bezeichnung «Andere Aktivitäten».

BNP Paribas hat das dritte Vierteljahr mit einem Gewinn von 1,5 Milliarden Euro abgeschlossen. Über neun Monate hinweg verzeichnet die Gruppe allerdings einen Verlust von 1,1 Milliarden Euro. Das ist ein Ergebnis-Absturz von 83,2 Prozent im Vergleich zu den neun Monats Resultaten des Vorjahres. Der Absturz geht zurück auf die Strafe von 5,9 Milliarden Euro, die der Finanzkonzern wegen verbotener Finanzierung von Rohstoff-Geschäften mit Embargo-Ländern wie Sudan oder Iran an US Behörden zu bezahlen hatte.

Treue Kunden

Der Konzern gibt eine Vergleichsrechnung heraus. Ohne die Strafzahlung an die USA hätte BNP Paribas die ersten neun Monate 2014 mit einem Gewinn von 5,2 Milliarden Euro abgeschlossen. Im Quartalsbereicht wird darauf verwiesen, dass es insbesondere Provisionen (Kommissionen) gewesen seien, die zum Gewinn beigetragen hätten. Das heißt, da das Zinsgeschäft für die Bank ausfällt, sind es die Gebühren für Wertpapiergeschäfte der Kunden, die wesentlich zum Gewinn beitragen.

Generaldirektor Jean Laurent Bonnafé ließ anlässlich der Vorstellung des Quartalsberichtes verlauten, dass die Rohstoffgeschäfte mittlerweile stark eingeschränkt worden seien und nur noch 0,5 Prozent des Umsatzes ausmachten. Die Kunden, so Bonnafé, seien der Gruppe treu geblieben. Man verzeichne Zuwächse unter anderem in Asien und auch in den USA.