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Srel-Agenten trainierten bei den Briten

Srel-Agenten trainierten bei den Briten
(Reuters)

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Aus Geheimdienstakten geht hervor, dass Luxemburger "Stay Behind"-Mitglieder bei den Briten eine Spezialausbildung unter anderem im Bombenbau genossen. Die Regierung dementiert und versucht aufzuklären.

Am Freitagvormittag veröffentlichte RTL Geheimdienstunterlagen über ein Training von zwei «Stay Behind»-Mitgliedern in Großbritannien aus dem Jahr 1979. Darin geht es unter anderem und Techniken beim Bombenbau. Das Schreiben des Srel geht detailliert auf Ausbildungsabschnitte bei den Royal Marines ein.

Die Regierung dementiert am Freitagnachmittag die Aussagen von RTL über die Übung. Es soll sich bei den beiden Personen nicht um «Stay Behind»-Mitglieder handeln, sondern um Geheimdienstler, die für die Überrollagenten verantwortlich waren. Allerdings bekamen sie keine Ausbildung im Bombenbau oder zu Sabotageeinsätzen. Man habe sich lediglich mit Sprengtechniken der irischen Untergrundorganisation IRA vertraut gemacht. Die Ausbildung der heimischen «Stay Behind»-Leute habe aus rein nachrichtendienstlichen Operationen wie Infiltration sowie Exfiltration bestanden.

RTL beruft sich auf Unterlagen, die seit 2008 dem Kontrollausschuss Geheimdienst und jetzt auch dem Gericht im «Bommeleeër»-Prozess vorliegen. Der DP-Abgeordnete Claude Meisch hatte in einer parlamentarischen Anfrage von Staatsminister Jean-Claude Juncker und Verteidigungsminister Jean-Marie Halsdorf im Februar die Antwort erhalten, dass keine «Stay Behind»-Mitglieder je eine Ausbildung im Bombenbau erhielten.