Der mit einem Messer oder Beil bewaffnete Angreifer trug eine Sprengstoffgürtel-Attrappe und soll bei seiner Attacke am Donnerstag «Allahu Akbar» (Gott ist groß) geschrien haben, wie das französische Innenministerium mitteilte. Der Angriff galt einem Polizeirevier in einem Problemviertel im nördlichen 18. Pariser Bezirk, unweit des Touristenviertels Montmartre.
«Ein Mann hat am Donnerstagmorgen versucht, am Empfang des Kommissariats einen Polizisten anzugreifen, bevor er von Schüssen der Polizisten getroffen wurde», sagte ein Sprecher des französischen Innenministeriums der Nachrichtenagentur AFP. Ein vermeintlicher Sprengstoffgürtel, den der erschossene Mann trug, erwies sich als Attrappe. Der Mann habe unter seiner Jacke eine Vorrichtung getragen, aus der ein Draht herausgekommen sei, sagte ein Justizvertreter. Sprengstoff habe sich dort aber nicht befunden.
Großeinsatz
Zuvor hatten Sprengstoffexperten der Polizei das Gebiet gesichert. Während zunächst von einem Messer als Waffe die Rede war, sagte der Justizvertreter, der Mann habe ein Hackbeil bei sich gehabt. Unmittelbar nach dem Angriff forderte die Polizei Passanten zunächst auf, sich in Sicherheit zu bringen, Geschäfte in der Umgebung ließen ihre Rollläden herunter.
Die Rue de la Goutte d’Or, in der sich das Polizeirevier befindet, wurde weiträumig abgeriegelt, die Polizei war mit einem Großaufgebot im Einsatz. Der Verkehr auf dem nahe gelegenen Boulevard Barbès wurde unterbrochen, ebenso der U-Bahn-Verkehr in dem Gebiet. Schüler von zwei nahegelegenen Schulen durften die Gebäude zunächst nicht verlassen.
Ermittlungen
Innenminister Bernard Cazeneuve begab sich zusammen mit dem Pariser Polizeipräfekten Michel Cadot zum Kommissariat. Die Pariser Staatsanwaltschaft leitete Ermittlungen wegen Mordversuchs ein. Die Anti-Terror-Abteilung der Staatsanwaltschaft übernahm zunächst nicht die Ermittlungen.
Der Angriff ereignete sich auf den Tag genau ein Jahr nach der islamistischen Attacke auf «Charlie Hebdo» mit zwölf Toten und etwa zur gleichen Zeit, als Frankreichs Staatschef François Hollande in der Pariser Polizeipräfektur der bei den Attacken vom Januar 2015 getöteten Polizisten gedachte. In Frankreich herrscht insbesondere nach den Anschlägen vom 13. November mit 130 Toten Angst vor weiteren Attacken.
Zu Demaart















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