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Sprengstoff aus dem Baumarkt

Sprengstoff aus dem Baumarkt
(AFP)

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Die Attentäter von Paris haben sich mit Sprengstoffgürteln in die Luft gesprengt, die mit hochexplosivem Triacetontriperoxid (TATP) gefüllt waren. Die Komponenten sind frei erhältlich.


Ermittler untersuchen Teile einer zerfetzten Sprengstoffweste

Das Gemisch aus Schwefelsäure, Wasserstoffperoxid und dem Lösungsmittel Aceton wird immer wieder für Terroranschläge verwendet – etwa von den Selbstmordattentätern, die sich am 7. Juli 2005 in Londoner Pendlerzügen in die Luft sprengten und 56 Menschen mit in den Tod rissen oder vom sogenannten Schuhbomber Richard Reid, der im Dezember 2001 mit TATP in seiner Schuhsohle eine Boeing 767 in die Luft sprengen wollte und im letzten Moment überwältigt werden konnte.

Die TATP-Sprengstoffgürtel der Pariser Attentäter waren nach Angaben der Generalstaatsanwaltschaft mit Batterien, einem Druckknopf-Auslöser und Schrauben ausgestattet, um eine noch verheerendere Wirkung zu erzielen. TATP ist ein sehr kraftvoller und zugleich instabiler Sprengstoff.

Die Komponenten sind im Handel frei erhältlich, Schwefelsäure ist etwa in Abflussreiniger enthalten. Wenn das Aceton entweicht, hat es einen unverkennbaren Geruch. Die Attentäter von London hatten sich Parfüm gekauft, um den Geruch zu überdecken.

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