Im März 2011 hatten sich vier vermummte Männer Zugang zum Casino 2000 in Mondorf verschafft. Rund 20 Personen wurden mit einem Revolver, zwei Gewehren und einem Hammer bedroht und als Geiseln genommen. Etwa 85.000 Euro konnten die Diebe damals stehlen. Zudem wurde ein Mann als Geisel mit zum Fluchtauto genommen, wo bereits ein Komplize wartete, um zu flüchten.
Ab Dienstag müssen sich zwei der vier Männer vor Gericht verantworten. Die beiden anderen konnten bisher noch nicht geschnappt werden. Was sich am 6. März 2011 in den frühen Morgenstunden im Casino 2000 zutrug, klingt wie aus dem Drehbuch für einen Film. Mit einem blauen 3er BMW älteren Baujahrs machten sich die Gauner in Richtung Frankreich aus dem Staub.
Eiskalt
Am frühen Nachmittag des 6. März 2011 haben französische Polizisten das Auto in einem Vorort von Metz ausfindig gemacht. Die Ermittlungen ergaben, dass es am 1. Januar in Villeurbanne bei Lyon gestohlen worden war. Die deutsche und die französische Polizei waren über den Überfall in Kenntnis gesetzt worden, und kurze Zeit später nahm ein französischer Streifenwagen auf der A31 in Frankreich die Verfolgung des Fluchtautos auf.
Dabei hatten die Verfolgten vor nichts zurückgeschreckt, um die Polizisten abzuhängen, was ihnen schließlich auch gelang «D’Franséisch Kollege soten eis, déi wäre mat vollem Risiko gefuer,» sagte Pressesprecher Vic Reuter damals dem Tageblatt. Sie hätten sogar mehrmals kaltblütig versucht, den Streifenwagen von der Straße zu drängen.
Zu Demaart
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