Bei einer Anleiheauktion musste das Euro-Schwergewicht am Donnerstag höhere Zinsen bieten, um sich für drei Jahre Geld zu leihen, wie aus Angaben der spanischen Schuldenagentur hervorgeht. Händler sehen die Lage dennoch gelassen.
Spanien nahm insgesamt 3,99 Milliarden Euro mit drei verschiedenen Anleihen auf und erreichte das Maximalziel von 4,0 Milliarden Euro damit fast. Bei dem Papier mit dreijähriger Laufzeit stiegen die Zinsen gegenüber der letzten Auktion am 20. September leicht von 3,845 Prozent auf 3,956 Prozent. Das Ergebnis sei jedoch kein Grund zur Sorge, hieß es aus dem Handel. Es liege im Rahmen der Erwartungen und spiegele die jüngste Entwicklung an den Sekundärmärkten wider, wo bereits ausgegebene Anleihen kursieren.
Spaniens Regierung lässt weiterhin offen, ob die viertgrößte Wirtschaftsmacht der Eurozone wie zuvor Griechenland, Irland und Portugal die Europäische Union um finanzielle Hilfe bitten wird. Bisher wurde «nur» um Unterstützung für den maroden Finanzsektor gebeten. An den Finanzmärkten wäre ein Hilfsersuchen aus Madrid nach Einschätzung von Experten wohl willkommen. Ein entsprechender Antrag ist Voraussetzung, damit die Europäische Zentralbank Spanien im Rahmen ihres neuen Anleihekaufprogramms unterstützen kann.
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