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S&P: das nächste «Triple A» für Luxemburg

S&P: das nächste «Triple A» für Luxemburg
(Tageblatt-Archiv)

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Luxemburg geht es wirtschaftlich gesehen derzeit gut, ziemlich egal welche Kriterien man anwendet. Und so wundert es denn auch nicht, dass mit S&P die nächste große Rating-Agentur das Großherzogtum weiter mit dem "heiligen Gral" Triple A bewertet, und auch der Ausblick bleibt in der Bewertung bei "stabil".

Das teilte das Finanzministerium am frühen Freitagabend mit. Diese Bestätigung der Kreditwürdigkeit schreibe sich ein in die Linie der Bewertung von Fitch, Moody’s und DBRS, heißt es in der Pressemitteilung.

Die Analyse von Standard&Poors wird in der Zusammenfassung des Ministeriums wie folgt wiedergegeben: die Wirtschaft «floriert», die Institution sind effizient, die Budgetpolitik der Regierung sei «vorsichtig». Die Agentur würde ein durchschnittliches BIP-Wachstum von 3,4% für 2017 bis 2020 voraussagen, und sich durch die Steuerreform eine Kräftigung des Konsums der Haushalte erwarten. Die Studie würde desweiteren die Diversifizierung des Finanzplatz, der ein «Wachstumsmotor» bleibe, hervorheben.

Prognose: durchschnittliches BIP-Wachstum von 3,4%

Was die Risiken angeht, so würde die Ratingagentur v.a. auf drei Elemente verweisen: die Entwicklung der Regeln im Steuerbereich auf internationaler Ebene; die Herausforderungen, die sich durch die Änderungen im Bereich der Banken-Reglementierung ergeben würden; sowie die Finanzierbarkeit auf lange Sicht des Pensionssystems. Die Auswirkungen des «Brexit» auf Luxemburg schätzt S&P als gering ein.

Die Agentur würde desweiteren bestätigen, dass die öffentlichen Investitionen in Luxemburg mit die höchsten in Europa seien. Die «Perspektive stabil» begründet S&P u.a. damit, dass das «équilibre budgétaire» weiter respektiert werde, dass sich an die internationale Steuer-Entwicklung betreffend Unternehmen angepasst werde, und dass Luxemburg in der Lage sei, in den kommenden Jahren ein positives Ergebnis bei den öffentlichen Verwaltungen zu erbringen. Die öffentliche Schuld würde sich somit bei 22 bis 23% des BIP stabilisieren.

Am Ende der Pressemitteilung wird Finanzminister Pierre Gramegna wie folgt zitiert: «Ich freue mich über diese neuerliche Bestätigung unseres Triple A die unterstreicht, dass die Budgetpolitik der Regierung ihre Früchte trägt. Die Analyse erinnert daran, dass man ständig innovativ sein müsse und sich neuen Herausforderungen anpassen muss. Luxemburg verfügt über solide öffentliche Finanzen; dies verstärkt seine Attraktivität und trägt dazu bei, neue Arbeitsplätze zu schaffen und ein leistungsfähiges Sozialsystem zu erhalten.»