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Snowden hat Asyl in Ecuador beantragt

Snowden hat Asyl in Ecuador beantragt

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Der von den USA gesuchte Geheimdienstspezialist Edward Snowden hat Asyl in Ecuador beantragt. Das teilte der ecuadorianische Außenminister Ricardo Patiño Aroca am Sonntag auf Twitter mit.

Der Enthüller des US-Spähprogramms Prism, Edward Snowden, hat Asyl in Ecuador beantragt. Das teilte der ecuadorianische Außenminister Ricardo Patiño am Sonntag im Internet-Kurznachrichtendienst Twitter mit.

Snowden hatte am Sonntag Hongkong verlassen, wo er nach seinen Enthüllungen über das Spähprogramms des US-Geheimdienstes NSA Ende Mai abgetaucht.

Wikileaks Begleitung

Snowden war am Sonntag auf seinem Flug mit einer russischen Linienmaschine nach Moskau von Rechtsexperten der Enthüllungsplattform Wikileaks und einem nicht näher genannten Diplomaten begleitet worden, wie Wikileaks mitteilte. Wikileaks-Gründer Julian Assage hält sich in der Botschaft Ecuadors in London auf, weil er ebenfalls eine Auslieferung fürchtet.

Russische Nachrichtenagenturen hatten unter Berufung auf die Fluggesellschaft Aeroflot gemeldet, Snowden wolle am Montag über Havanna in die venezolanische Hauptstadt Caracas weiterfliegen. Ein Vertreter der russischen Sicherheitskräfte sagte der Nachrichtenagentur RIA Nowosti, in Russland liege nichts gegen Snowden vor, und es gebe keine Anweisung ihn festzunehmen.

Am Freitag hatte die US-Justiz den 30-Jährigen offiziell der Spionage beschuldigt, einen Haftbefehl ausgestellt und die Auslieferung verlangt. Snowden hatte in den vergangenen Tagen zahlreiche Informationen über Späh- und Abhörprogramme des US- und des britischen Geheimdienstes an Medien weitergegeben.