Dieses Unsicherheitsgefühl wurde nach dem jüngsten Mord und einer Aggression gegen einen älteren Bürger im Stadtzentrum noch verstärkt. Die Zahl der Polizeistreifen, in Uniform und in Zivil, will André Baulerer erfahren. Das waren laut Etienne Schneider in der Zeit vom 1. September 2014 bis zum 31. Dezember 2014 deren 256.
Schneider weist darauf hin, dass das Nachbarschaftskommissariat in Ettelbrück täglich von 7-20 Uhr geöffnet ist, dass darüber hinaus ein regionales Interventionszentrum funktioniert, dass zahlreiche Beamte in Zivil operieren, die Polizisten bei ihren Streifengängen regelmäßig von einer Hundestaffel unterstützt werden und, wenn es die Lage verlangt, auch öfter «opérations coup de poing» durchgeführt werden. Eine besondere Aufmerksamkeit gilt den kritischen Punkten wie der Großstrasse und dem Bahnhofsviertel.
Täter ist psychisch krank
Die Beamten sind zu «schnellen, gezielten und punktuellen Einsätzen in Funktion der kriminalistischen Analyse» angehalten, schreibt Schneider.
Am 2. März griff mitten in Ettelbrück ein psychisch kranker Mann einen Rentner mit ein Messer an. Er stach mehrmals auf den 64-Jährigen ein. Das Opfer starb an seinen schweren Verletzungen. Der Täter flüchtete zunächst, wurde aber wenig später gefasst. Es stellte sich heraus, dass der 27-jährige Mann massiv psychologische Probleme hat. Er ist seit längerem in Behandlung. Für Polemik sorgten Aussagen des Ettelbrücker Bürgermeister Jean-Paul Schaaf kurz nach dem Mord. Er sprach unter anderem von einem «échec total vun der oppener Psychiatrie».
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