
36.342 Londoner Immobilien, die sich über 3,6 Quadratkilometer erstreckten, gehörten in Steueroasen wie Jersey, den Virgin Islands und der Isle of Man registrierten Firmen, erklärte die Organisation am Mittwoch unter Berufung auf Zahlen des Katastateramts und der Antikorruptionsabteilung von Scotland Yard.
Damit sei London eine «Zuflucht für auf der ganzen Welt gestohlenes Geld» geworden. Fast eine von zehn Immobilien in Westminster, dem britischen Regierungsviertel, gehöre einer Firma aus einer Steueroase, erklärte die Antikorruptionsorganisation. Allein 2011 hätten auf den Virgin Islands registrierte Firmen in Großbritannien Immobilien im Wert von 3,8 Milliarden Pfund (heute etwa 5,2 Milliarden Euro) gekauft.
Gewaschenes Geld
Drei von vier Immobilien, die ins Visier der Ermittler geraten seien, seien von einer in einer Steueroase registrierten Firma gekauft worden. Die Polizei beklagte, dass es oft Jahre dauere herauszufinden, wer wirklich hinter den Käufen stecke. Der Kauf von Immobilien mit gewaschenem Geld hat nach Ansicht von Transparency auch zu dem exorbitanten Anstieg der Preise in der Londoner Innenstadt beigetragen.
Dass es dort selbst für die Mittelschicht keinen erschwinglichen Wohnraum mehr gibt, ist seit Jahren ein großer Aufreger und dürfte auch mit Blick auf die Parlamentswahl im Mai wieder eine Rolle spielen. Eine Sprecherin der Regierung unter dem konservativen Premierminister David Cameron sagte zu dem Transparency-Bericht, die Regierung treibe «Reformen zur Verbesserung der Unternehmenstransparenz» voran.
Zu Demaart
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