Als der Angriff sich ereignete, war das Versorgungsschiff «Bourbon Liberty 251» im Golf von Guinea vor der Küste Westafrikas im Einsatz. Zehn Besatzungsmitglieder flüchteten bei dem Piratenangriff in die sogenannte «Zitadelle», heißt es am Freitag in einer Mitteilung der Regierung.
Dabei handelt es sich um einen besonderen Schutzraum gegen Piraten. Von dort aus kann ein Schiff auch notfalls gesteuert werden. Fünf Nigerianer und fünf Russen konnten sich in den Sicherheitsbereich retten, heißt es weiter.
Schnellboot
Ein Russe und ein Nigerianer gelten als Vermisst. Es wird vermutet, dass sie von den Piraten geschnappt wurden.
Laut «Maritime News» wurde das Versorgungsschiff von sechs bewaffneten Piraten angegriffen. Der Angriff geschah rund 50 Kilometer vor der Küste des Niger-Deltas. Die Piraten näherten sich dem Schiff mit einem Schnellboot.
Profis
Es soll sich um Profis gehandelt haben. Sämtliche Kommunikationseinsrichtung an Bord wurde zerstört. Anschließend verschwanden die Piraten mit zwei Geiseln in Richtung Festland, schreibt «Maritim News».
Ein Besatzungsmitglied versteckte sich während des Angriffs im Maschinenraum. Das Schiff ist inzwischen in einem Hafen in Nigeria. Die Besatzung sei unverletzt. Die Ermittlungen nach den beiden vermissten Männern laufen.
Das Versorgungsschiff gehört der französischen Firma Bourbon. Zahlreiche Schiffes des Unternehmens fahren unter Luxemburger Flagge. Vor drei Jahren wurde ein Tochterschiff, die «Bourbon Liberty 308» (Link) von Piraten gekapert.
Zu Demaart
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