Frankreich und Deutschland erhöhen einem Medienbericht zufolge den Druck auf die EU-Kommission, notleidende europäische Milchbauern zu unterstützen. Überlegt werde unter anderem, die EU-Direktzahlungen zu einem früheren Zeitpunkt als dem Jahresende zu überweisen, berichtete der «Spiegel» am Freitag vorab aus seiner neuen Ausgabe.
Die französische Regierung fordert demnach zudem, den sogenannten Interventionspreis von derzeit umgerechnet rund 22 Cent pro Liter auf bis zu 26 Cent zu erhöhen. Sinken die Weltmarktpreise auf dieses Niveau, müssen die Interventionsstellen der EU Magermilchpulver und Butter zu dem festgelegten Preis aufkaufen.
Positionspapier
Auch die Landwirte in Luxemburg schlagen Alarm. Sie wollen am 1. September Agrarminister Fernand Etgen (DP) ein Positionspapier mit zahlreichen Forderungen übergeben. Sie erwarten vom Sondergipfel der EU-Agrarminister am 7. September in Brüssel konkrete Beschlüsse zur Unterstützung der heimischen Landwirte.
Die Landwirte in Europa leiden derzeit unter fallenden Preisen für Agrarprodukte. Nach Angaben des Deutschen Bauernverbands sind die Preise unter anderem wegen des Russland-Embargos, der schwächelnden Konjunktur in asiatischen Märkten sowie der Preispolitik des Lebensmitteleinzelhandels stark gesunken
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