Seit 1966, in dem Jahr wo sie offiziell in Betrieb genommen wurde ist der «Pont Grande Duchesse Charlotte» nicht mehr aus dem Stadtbild wegzudenken. Nun fast 50 Jahre später wird es Zeit für eine Rundumerneuerung. Die Arbeiten bestehen hauptsächlich daraus die Brücke breiter, sicherer und schöner zu gestalten. Allerdings werden nicht die Fahrbahnen sondern die Bürgersteige auf beiden Seiten um insgesamt zwei Metern verbreitert.
Dies soll sich in das Konzept der «Mobilité douce» ganz im Sinne der Fußgänger und Fahrradfahrer eingliedern. Darüber hinaus werden bereits Schienen für die Tram vorgesehen. Nachhaltigkeitsminister François Bausch erklärte am Donnerstag bei der Vorstellung des 40 Millionen teuren Projektes, dass nicht nur die Verbreiterung der Brücke ansteht, sondern ebenfalls die Beleuchtung erneuert und das alte Geländer sowie der Schutzzaun ersetzt werden.
Neues Fahrbahnkonzept
«Wichtig ist aber, dass während der gesamten Zeit der Arbeiten der Verkehr sowohl in Richtung Kirchberg als auch in Richtung Stadtzentrum erhalten bleibt», erklärte Minister Bausch. Zum jetzigen Zeitpunkt ist die Brücke 24,74 Meter breit und Mitte 2017 soll sie dann 26,58 Meter breit sein. In Richtung Stadtzentrum führen zur Zeit zwei Fahrbahnen und eine die nur von den Bussen benutzt werden darf. In entgegengesetzter Richtung gibt es heute drei Fahrbahnen für Autos.
In Zukunft aber sind auf der Südseite, also in Richtung Stadtzentrum zwei Fahrbahnen vorgesehen. Die Busspur wird wegfallen. Auf der Nordseite werden es nur noch zwei Spuren geben. Wichtig ist aber auch, dass zwei Spuren für die Tram auf der Nordseite vorgesehen sind. Die Bürgersteige werden auf der Südseite so eingerichtet, dass eine Spur exklusiv für Fahrradfahrer reserviert ist. Auf der nördlichen Seite teilen sich Radfahrer und Fußgänger den Bürgersteig.
Neues Sicherheitsgeländer
Was die Beleuchtung angeht setzt man in Zukunft ganz auf indirekte Beleuchtung, die, in dem neuen Geländer und in der Trennung zwischen den Fahrbahnen eingesetzt wird. Das bestehende Geländer soll abgerissen und durch ein komplett neues filigraneres ersetzt werden. Auch die Plexiglaswand, die 1989 errichtet wurde, wird ebenfalls verschwinden. Das neue Geländer soll so hoch sein, dass niemand darüber klettern kann.
Der Direktor des Fonds Kirchberg, Patrick Gillen erklärt dass die Arbeiten in vier Phasen durchgeführt werden. In der Mitte der Brücke soll Anfang Oktober dieses Jahr mit den Arbeiten begonnen werden. Bis Februar 2016 soll diese Phase dauern. Anschließend von Februar 2016 bis Augustwird die Südseite erneuert.
Die dritte Phase von August 2016 bis Dezember 2016 wird die Mitte der Brücke fertiggestellt. Bis Juni 2017 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Vor allem was die Fahrbahn und den oberen Teil der «Roud Bréck»“ angehen. Nach Juni 2017 werden noch einige Arbeiten unter der Brücke stattfinden. Unter anderem wird sie komplett neu gestrichen.
Lesen Sie auch:
Zu Demaart
Sie müssen angemeldet sein um kommentieren zu können