Rund 50 Minuten lang wurden Pierre Reuland seine Aussagen aus den beiden Auftritten als Zeuge Anfang Juli vorgelesen. Der frühere Polizeidirektor wie auch die Staatsanwaltschaft hörten genau hin. Bei einer Aussage um ein Schreiben hebt Staatsanwalt Oswald die Hand. Es geht um Auszüge eines Briefs zwischen Reuland und Biever. Die Gerichtsschreiber hatte hier die Namen nicht genannt.
Am Ende lehnt Reuland allerdings ab, die Aussagen zu unterschreiben. Er möchte zunächst Zeit bekommen, um die Tonbänder mit der Niederschrift vergleichen zu können. Richterin Conter lehnt dies ab. Immer wieder versuchte Reuland die Richter zu überzeugen. Die ließen sich allerdings nicht auf die Bitten ein. Richterin Conter: «Das steht hier nicht zur Debatte».
Keine juristische Grundlage
Anwalt Vogel sagte nach dem Prozess: «Ich hätte die Aussagen auch nicht unterschrieben. Hier fehlt schließlich ein Großteil der Aussagen.» Laut Justizsprecher Henri Eippers habe dies keine juristischen Folgen für Reuland. Es gebe hierfür keine rechtliche Grundlage. Laut Eippers stellt sich jetzt allerdings eine grundsätzliche Frage, wie man in Zukunft vor Gericht mit Audioaufnahmen verfahren will.
Das Gericht verabschiedet sich jetzt in die Sommerpause. Am 16. September geht es im Bommeleeër-Prozess weiter.
Zu Demaart
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