Donnerstag12. Februar 2026

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Resolution zur Kontrolle libyscher Waffen

Resolution zur Kontrolle libyscher Waffen
(AP)

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Libyen strotzt vor Waffen. Ein Hauptlieferant war immer Russland. Die Vereinten Nationen wollen diese Waffen jetzt unter Kontrolle bringen und haben dazu eine Resolution erlassen.

Die Vereinten Nationen haben Libyen zu einer besseren Kontrolle seiner Waffenlager aufgefordert. Die 15 Mitglieder des UN-Sicherheitsrates verabschiedeten am Montag in New York einstimmig eine entsprechende Resolution. Demnach soll die Übergangsregierung in Tripolis die Waffen im Land erfassen, einsammeln oder zerstören. Zudem sollen alle Länder in der Region den Schmuggel unterbinden.

Russland, einst wichtigster Waffenlieferant für das Regime von Ex-Diktator Muammar al-Gaddafi, war Initiator der Resolution. Moskau geht es dabei vor allem um die sogenannten Manpads. Das sind kleine Flugabwehrraketen, die ein Schütze auf der Schulter trägt und dann abfeuert. Bekannt sind die amerikanischen «Stinger» oder die russischen «Strela». Laut UN gibt es in keinem Land der Erde, außer den Herstellerländern, so viele Manpads.

«Raketen könnten in die Hände von Terroristen gelangen»

«Die Gefahr ist sehr groß, dass diese Raketen in die Hände von Terroristen fallen», sagte der russische Vertreter im Rat. «Wir fürchten, dass sie dann gegen Passagiermaschinen eingesetzt werden könnten.» Der Resolutionsentwurf fordert, den Schmuggel dieser Raketen zu verhindern. Dazu sollen die Grenzkontrollen verstärkt und die Transportwege besser überwacht werden. Die neuen libyschen Machthaber werden aufgefordert, «diese Waffen zu sichern und die Arsenale sicher und verlässlich zu verwalten».

Die Resolution verpflichtet die Libyer außerdem, sämtliche chemischen Waffen im Land zu erfassen und sich mit der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) in Den Haag abzustimmen. Ziel sei die Vernichtung der Waffen sowie ihrer Grundstoffe.