Samstag3. Januar 2026

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Reitpferde illegal geschlachtet

Reitpferde illegal geschlachtet
(dpa)

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Es gibt einen neuen Fleischskandal. In Frankreich sollen belgische Händler Reitpferde von Privatpersonen gekauft und anschließend illegal geschlachtet haben. Das Fleisch war ungenießbar.

Ein französischer Reitstall in Rethe, nördlich von Reims, hatte einem belgischen Jockey mehrere Pferde verkauft, mit dem Versprechen, die Tiere würden auf einer grünen Wiese ihre «Rente» verbringen. Allerdings landeten die Tiere in einer Schlachterei. Das Fleisch wurde an Händler weiterverkauft. Da die Reitpferde über Jahre medikamentös behandelt wurden, ist das Fleisch ungenießbar. Dennoch landete es im Laden.

Laut französischen Medienberichten, gingen bei der Staatsanwaltschaft bislang 15 Anzeigen ein. Entweder wurden die Händler auf Pferdehöfen oder Einzelhalter vorstellig. Dem französische Bauern- und Reiterverband sei das Ausmaß des illegalen Schlachten von Pferden noch nicht im vollen Umfang klar. Sie sprechen von einer «belgischen Mafia». Aus ganz Frankreich werden inzwischen immer mehr illegale Schlachtungen von Reitpferden gemeldet. Landesweit werde ermittelt, heißt es in französischen Medienberichten.

Auch mehrere Tierärzte sollen in den Skandal verwickelt sein. Sie stellten den geschlachteten Tieren falsche Papiere aus. Damit sollte der Verzehr des Fleisches gerechtfertigt werden.