Bei schweren Gefechten mit dem somalischen Militär kamen dabei sowohl Soldaten der Übergangsregierung als auch Al-Schabaab-Kämpfer ums Leben. Augenzeugen sprachen zudem von Opfern unter Zivilisten. Erst nach Stunden sei es dem somalischen Militär gelungen, die Islamisten, die Verbindungen zum Terrornetzwerk Al-Kaida haben, zurückzudrängen, sagte ein Regierungssprecher.
Das angegriffene Dorf Dhobley ist einer der Haupt-Grenzorte, über den hungernde Somalier seit Monaten vor der derzeitigen Dürre-Krise nach Kenia flüchten. Sie versuchen von dort aus Dadaab zu erreichen, das größte Flüchtlingslager der Welt, in dem bereits 450 000 Menschen Zuflucht vor Dürre und Bürgerkrieg gesucht haben.
Die Al-Schabaab, die seit Jahren gegen die Übergangsregierung kämpft, blockiert immer wieder Hilfslieferungen an die leidende Bevölkerung – speziell in den von ihr kontrollierten Gebieten, in denen die Not besonders groß ist. Erst im August waren die Rebellen vom Militär aus der Hauptstadt Mogadischu vertrieben worden. Ziel der Gruppe ist es, in der Region eine strenge Auslegung des islamischen Rechts durchzusetzen und am Horn von Afrika einen islamischen Staat zu gründen, der sich an einem weltweiten Dschihad beteiligt.
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