Donnerstag15. Januar 2026

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Razzien wegen krimineller Software

Razzien wegen krimineller Software
(dapd)

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Bei Razzien in 16 Ländern gegen mutmaßliche Entwickler, Verbreiter und Nutzer krimineller Computer-Software haben die Behörden zahlreiche Personen festgenommen.

Bei einem koordinierten Einsatz in 16 Ländern haben Behörden bei Hunderten Tatverdächtigen Schadsoftware sichergestellt, mit der digitale Identitäten ausgespäht werden können. Weltweit wurden mehr als 350 Wohnungen durchsucht, teilte Europol am Montag mit. Ermittelt wird wegen des Verdachts des Ausspähens von Daten und Computerbetrugs.

Die Beschuldigten sollen den Trojaner «Blackshades» erworben und eingesetzt haben. Diese Schadsoftware diene «ausschließlich dazu, kriminelle Handlungen zu begehen», heißt es. Der Trojaner übernimmt die Kontrolle des infizierten Rechners, schneidet die Tastatureingaben mit, verschlüsselt die Dateien – um später die Freigabe zu erpressen -, macht Screenshots, filmt mit der Webcam die Bewohner und kann ganze digitale Identitäten ausspähen.

Tausende Rechner infiziert

Insgesamt wurden 1000 Rechner und Speichermedien sichergestellt. Auch Drogen, Waffen und vermutlich aus Straftaten stammendes Bargeld fanden die Ermittler. Wie viele Opfer es gab, ist unklar. Allein einem Tatverdächtigen in den Niederlanden wird vorgeworfen, 2000 Rechner infiziert zu haben.

Ausgangspunkt der Ermittlungen waren US-Behörden, die die Vertreiber des Spähprogramms ausfindig gemacht hatten.
Die Durchsuchungen sind bereits vergangene Woche erfolgt.