Sonntag18. Januar 2026

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Razzia in Luxemburg

Razzia in Luxemburg
(dpa/Symbolbild)

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Koordinierte Razzien in Deutschland, Österreich und Luxemburg. Es geht um die Vermittlung von Lebensversicherungen, künstliche Erträge, geschönte Bilanzen und betrogene Anleger.

Ermittler haben am Donnerstag Firmen in Köln, Düsseldorf, Wien, Salzburg und Luxemburg durchsucht. «Wir wollen umfassend aufklären, was bei den Abschlüssen von Lebensversicherungen mit hohen Provisionen passiert ist», sagte der Sprecher der Dresdner Staatsanwaltschaft, Lorenz Haase, am Freitag. Welche Firmen durchsucht wurden, wollte die Staatsanwaltschaft nicht sagen. In Luxemburg sollen die Ermittler nach unbestätigten Informationen die Ergo-Tochter Victoria und die Vorsorge Lebensversicherung im Visier gehabt haben.

Laut der deutschen Wirtschaftszeitung «Handelsblatt wurden auch die Konzernzentralen der Versicherer Ergo in Düsseldorf und der Gothaer in Köln durchsucht. Beide Unternehmen betonten dem Bericht zufolge «vollumfänglich zu kooperieren» und lediglich als Zeugen aufzutreten.

Die Finanzfirmengruppe Infinus mit Sitz in Dresden steht im Verdacht, rund 25.000 Anleger betrogen zu haben. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen insgesamt zehn Infinus-Mitarbeiter. Sie sollen ein betrügerisches Schneeballsystem betrieben und die Anleger um mindestens 391 Millionen Euro betrogen haben. Inzwischen ist die Gruppe isolvent. Die Forderungen gegen die gesamte Infinus-Gruppe liegen bei über einer Milliarde Euro.