Der Oberste Verteidigungsrat des Landes habe als Standort den ehemaligen Luftwaffenstützpunkt Deveselu im Kreis Olt bewilligt, sagte Rumäniens Staatspräsident Traian Basescu am Dienstag in Bukarest. Das geplante Raketenabwehrsystem sei «defensiv und nicht gegen die Russische Föderation gerichtet», betonte er. Russland reagierte hingegen mit «Bedauern» auf die Ankündigung.
Das EU- und Nato -Mitglied Rumänien hatte bereits im Februar vergangenen Jahres die Teilnahme am US-Raketenschutzprogramm beschlossen. In Rumänien sollen bis 2015 insgesamt 24 Boden-Luft-Abwehrraketen vom Typ SM-3 aufgestellt werden.
Risiko für Russland?
Das geplante System könne künftig ein Risiko für Russland darstellen, teilte das Außenministerium in Moskau nach Angaben der Agentur Interfax mit. Russland forderte rasche Sicherheitsgarantien der USA. Es sei bedauerlich, dass die Pläne trotz der Verhandlungen über ein gemeinsames Raketenabwehrsystem von Russland und der Nato vorangetrieben würden, hieß es. Moskau hatte ein von den USA geplantes Abwehrsystem in Europa stets als Gefahr für seine Sicherheit abgelehnt und im Gegenzug mit Aufrüstung gedroht.
Der Stützpunkt Deveselu bleibe unter rumänischem Kommando, sagte Basescu. Im Schnitt würden sich dort 200 US-Soldaten aufhalten, maximal würden es 500 sein. Auf den Standort in Südrumänien habe man sich mit den amerikanischen Partnern nach Prüfung mehrerer Varianten geeinigt.
«Die Aufstellung des US-Raketenschutzschildes erfolgt aufgrund des bilateralen strategischen Abkommens zwischen den USA und Rumänien» betonte Basescu. Sobald sich die Nato auf einen gemeinsamen Schutzschild einigen sollte, werde der Stützpunkt in Rumänien Teil des Nato-Schutzschildes.
Zu Demaart
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