Heute beginnt der Prozess gegen den französischen Industriellen und Politiker Serge Dassault. Ihm wird vorgeworfen zweistellige Millionenbeträge in Luxemburg, auf den Jungferninseln und in Liechtenstein gebunkert und am französischen Fiskus vorbeigeschleußt zu haben.
Ein pariser Gericht hatte im November 2014 eine Ermittlung gegen den heute 91 jährigen eingeleitet. Dassaults Konten in Luxemburg, Liechtenstein und den Jungferninseln sollen sich auf 31 Millionen Euro belaufen haben.
Dassault leitet seit 1987 den von seinem Vater gegründeten Rüstungskonzern gleichen Namens und war von 1995 bis 2009 Bürgermeister von Corbeil-Essonnes. 2004 ging er für die konservative damalige Regierungspartei UMP in den Senat.
Die Existenz der «cagnottes» in Luxemburg und Liechtenstein sei schon im Rahmen einer Untersuchung im Jahr 2009 und 2010 erwähnt worden, schreibt die französische Zeitung Le Monde. Damals wurde in einer Affaire um vermeintliche Stimmenkäufe gegen Serge Dassault und sieben weitere Personen ermittelt. Dassault bestreitet jeglichen Stimmenkauf. Das Gerichtsverfahren in dieser Sache läuft noch.
Zu Demaart
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