Montag26. Januar 2026

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Protest bei Abschiebung von Flüchtlingen

Protest bei Abschiebung von Flüchtlingen
(AP/Petros Giannakouris)

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Griechenland hat wenige Tage nach Inkrafttreten des Pakts zwischen EU und Ankara erneut Flüchtlinge in die Türkei abgeschoben. Dabei kam es zu einem Zwischenfall.

Drei Wochen nach dem Flüchtlingspakt der EU mit der Regierung in Ankara sind erneut 45 Flüchtlinge und andere Migranten von Griechenland aus in die Türkei abgeschoben worden. Die von der gleichnamigen Insel kommende Fähre «Lesbos» legte am Freitagmorgen in der westtürkischen Hafenstadt Dikili an.

Zuvor versuchten Aktivisten die Fähre im Hafen von Mytilini schwimmend aufzuhalten. Weitere 79 Flüchtlinge sollten noch im Laufe des Tages von Lesbos in die Türkei zurückgebracht werden.

Der Pakt

Die Türkei will dem Abkommen zufolge Flüchtlinge zurücknehmen, die Griechenland nach dem 20. März illegal erreicht haben. Dafür versprach die EU, bis zu 72.000 Syrer aus der Türkei auf legalem Wege einreisen zu lassen.

Zudem wurden der Türkei Visafreiheit und raschere EU-Beitrittsverhandlungen in Aussicht gestellt. Der Pakt soll vor allem Griechenland entlasten. Dort sitzen rund 53.000 Flüchtlinge fest, seit die Länder der sogenannten Balkanroute Anfang März ihre Grenzen schlossen.

Der Rücktransport der Migranten hatte am Montag begonnen. 202 von ihnen wurden zurückgebracht. In der Türkei leben rund 2,7 Millionen Flüchtlinge.

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