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Politische und wirtschaftliche Quoten

Politische und wirtschaftliche Quoten

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Wie andere Vereinigungen auch, legte der nationale Frauenrat („Conseil national des femmes“) dieser Tage den Parteien seine Forderungen

Das seit 1975 bestehende Gremium setzt sich aus zwölf Frauenorganisationen zusammen, die sich auf das gemeinsame Positionspapier einigten.

Unter anderem fordert der Frauenrat, dass alle Parteien den Fragen der Gleichberechtigung zwischen Männern und Frauen mehr Aufmerksamkeit schenken.

Parlamentarische Kommission

Das zuständige Ministerium soll für seine Arbeit mehr Mittel zur Verfügung haben, und eine spezifische parlamentarische Kommission soll sich ausschließlich mit den Fragen der Gleichstellung zwischen den Geschlechtern beschäftigen.

Außerdem sollen wissenschaftliche Forschungsarbeiten zu Geschlechterfragen („gender studies“) gefördert werden. Eine neu zu gründende Agentur soll weiter kontrollieren, ob die öffentlichen Maßnahmen und Aktionen den Prinzipien der Gleichberechtigung entsprechen.
Ein legaler Rahmen, der alle Bereiche umfasst, soll auf dem Gebiet Gleichbehandlung eingeführt werden.
Weiter verlangt der CNFL, dass alle politisch und verwaltungstechnisch Verantwortlichen eine entsprechende Ausbildung absolvieren.

Neben diesen Maßnahmen hat der Frauenrat aber auch konkrete Vorstellungen zu seiner Meinung nach notwendigen Gesetzesänderungen.
So sei der CNFL über die jüngste Pensionsreform sehr enttäuscht und verlangt weiter eine individualisierte Rente, also ein obligatorisches Beitragssystem für jene Personen, die ihre Laufbahn unterbrechen, dies mittels eines Mindestbeitrags, der aufgrund des Mindestlohns berechnet werden soll.

Reform des Scheidungsrechts

Des Weiteren sieht der Frauenrat die Notwendigkeit einer Reform des Scheidungsrechtes, mit sog. „Splitting“ (Aufteilung) der Pensionsansprüche.

In allen Kollektivverträgen sollen obligatorisch sog. „Positive Aktionen“ zur Gleichstellung eingeschrieben werden. Ihre Forderung nach Quoten in Politik und Wirtschaft halten die Frauenorganisationen ebenfalls weiter aufrecht. Die konsultativen Gemeindekommissionen sollen daneben paritätisch besetzt werden.
Die Beschneidung von Frauen soll explizit in den Luxemburger Gesetzestexten verboten werden, das Gleiche soll für die Prostitution gelten.