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«Plötzlich sind wir eine Minderheit»

«Plötzlich sind wir eine Minderheit»
(Reuters/Eric Vidal)

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Ungarns Regierungschef Viktor Orban hat Angst vor einer Völkerwanderung. Europa müsse beim Schutz seiner Grenzen härter vorgehen.

Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban hat erneut vor den Folgen eines wachsenden Flüchtlingszustroms nach Europa gewarnt. «Und ganz plötzlich sind wir eine Minderheit auf unserem eigenen Kontinent», sagte Orban am Freitag in einem Rundfunkinterview.

Europa müsse beim Schutz seiner Grenzen Härte demonstrieren. «Derzeit sprechen wir über Hunderttausende (Flüchtlinge), aber nächstes Jahr werden wir schon über Millionen sprechen, und es wird kein Ende geben.» Ungarn werde sich an die Umsetzung der EU-Regeln halten, ergänzte Orban mit Blick auf mehrere Tausend Flüchtlinge, die derzeit in Ungarn auf eine Weiterreise nach Österreich und Deutschland hoffen.

«Vieles kaputt geschlagen»

Wenn Deutschland Visa für die Flüchtlinge ausstelle, dürften sie auch ausreisen. Allerdings wollten sich viele der Flüchtlinge nicht in Ungarn registrieren lassen und dürften daher nicht weiterreisen.

Ungarn hatte Deutschland am Donnerstag für die chaotischen Zustände im Land verantwortlich gemacht. Orban sagte, der starke Zustrom an Flüchtlingen sei kein EU-, sondern ein deutsches Problem, weil alle Flüchtlinge nach Deutschland wollten.

Am Donnerstagabend holte Außenminister Jean Asselborn aus: » Das ist ein Mann, der vieles kaputt geschlagen hat in Ungarn, aber auch vieles kaputt geschlagen hat, was die Werte in der EU angeht,» sagte er im ZDF.

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