Nach dem Stand der Beratungen würden in den nächsten sechs Monaten etwa 4000 Soldaten benötigt, sagte Malis Verteidigungsminister Yamoussa Camara der Nachrichtenagentur dpa. Das Grundkonzept für den Einsatz war von Vertretern der Afrikanischen Union (AU), Europäischen Union (EU) und Vereinten Nationen (UN) erarbeitet worden.
«Wir sind entschlossen, die territoriale Integrität von Mali zu erhalten», sagte General Sekuoba Konate, Leiter der AU-Bereitschaftstruppen. Der Norden des Wüstenstaates wird nach einem Militärputsch vor einem halben Jahr von radikalislamistischen Gruppen beherrscht, die dort einen Gottesstaat errichten wollen. Immer wieder gibt es Berichte über schwere Menschenrechtsverletzungen.
Afrikanische Staaten erwägen eine militärische Intervention, die von der EU mit Ausbildung der malischen Streitkräfte und Logistik unterstützt werden könnte. Wegen der Krise in Mali leben dort nach neuen offiziellen UN-Zählungen derzeit 204 000 Menschen als Binnenvertriebene.
Zu Demaart
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