«De grénge Jeannot» hat laut EBL am 4. Oktober in seiner regelmäßigen Sendung bei RTL Radio «das Totalherbizid Glyphosat als die wahrlich einzige Lösung dargestellt», um «Unkräuter wirkungsvoll zu entfernen. Alternative Krautbekämpfungsmethoden wurden belächelt und unbegründet als ineffektiv bezeichnet. Erschreckenderweise wird auch die (Aus-)Wirkung von Roundup verharmlost», schreibt die Vereinigung in einer Pressemitteilung. Dies sei «unbegreiflich».
Weiter heißt es: «Das Netzwerk ‚Ouni Pestiziden‘ bedauert, dass der vermeintliche ‚Grénge Jeannot‘ nicht zum ersten Mal lässig und unbedacht für die Nutzung von Pestiziden wirbt. Noch empörender ist jedoch, dass RTL als meistgehörter Radiosender Luxemburgs diesem immer wieder eine Plattform bietet und so seinem Publikum den Gebrauch von Pestiziden schmackhaft macht, anstatt Initiativen zur Reduktion synthetischer Spritzmittel zu unterstützen.» Bereits 2014 habe man im Rahmen einer Fernsehsendung darauf aufmerksam gemacht und sei damals auch bei den RTL-Verantwortlichen «auf Verständnis» gestoßen.
Keine Gemeinde «versinkt» im Bewuchs
Für die Beratungsorganisation ist dies umso verwunderlicher, da der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln auf Gemeindeebene seit dem 1. Januar 2016 verboten ist. Und alle Gemeinden würden «es seit nunmehr neun Monaten schaffen, auch ohne den Einsatz von Pestiziden nicht im Bewuchs zu versinken», hält die EBL fest.
Die EBL wurde 1992 gegründet und ist seit 1994 mit dem Umweltministerium (heute Nachhaltigkeitsministerium) konventioniert. Laut eigenen Angaben sind derzeit mehr als 30 Gemeinden bei der EBL abonniert, die zusammen mehr als 60% der Landesbevölkerung repräsentieren. Die EBL verweist für «Ideen und Arbeitsweisen ohne Pestizide sowie Vorzeigebeispiele» auf die Internetseite www.ounipestiziden.lu.
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