Gegenüber dem Tageblatt sagte Diane Miller, Direktorin der Fondation Biermans-Lapôtre, sie wäge alle ihre Studenten in Sicherheit. Ein Restzzweifel bleibe aber, so Miller. «Da jetzt Wochenende ist, wissen wir natürlich nicht genau, wo alle Bewohner unseres Hauses sich aufhalten», schränkt sie ihre Aussage ein.
Zwei ihrer Luxemburger Studenten hätten am Freitagabend das Fußballspiel zwischen den Nationalmannschaften von Frankreich und Deutschland im Stade de France besucht, erzählt Diane Miller. Beide seien aber am gleichen Abend noch wohlbehalten in das Wohnheim zurückgekehrt.
Explosionen
In der unmittelbaren Nähe des Stadions hatten sich während des Spiels zwei Selbstmordattentäter in die Luft gesprengt. Die Detonationen waren für die Zuschauer im Stadion und auch für diejenigen vor den Fernsehgeräten deutlich hörbar gewesen.
Ein Belgier, der im Studentenwohnheim lebt, sei, so Diane Miller, in gleich zwei Schießereien geraten. Der junge Mann muss Glück gehabt haben. Er blieb unverletzt. «Er erzählte mir, er habe vor einer Bar in einer Gruppe von Freunden gestanden, als plötzlich auf sie geschossen wurde», gibt Diane Miller die Worte des Studenten wieder.
Unter Beschuss
Er habe sofort die Flucht ergriffen. Doch wenig später sei er erneut unter Beschuss gekommen. «Er sagt, er habe großes Glück gehabt, nicht verletzt oder getötet worden zu sein», so Diane Miller. Seine Mitbewohner würden sich jetzt um ihn kümmern.
Die Direktorin hat all ihren Studenten geraten, das Gelände der Cité universitaire nicht zu verlassen. Diane Miller selber hat sich am frühen Mittag erstmals in die Stadt gewagt, erzählt sie. «Aber Paris erkennt man nicht wieder», so Diane Miller. Alles ist geschlossen. Die psychologischen Eingreifteams wirkten überfordert. Kurzum: die ganze Stadt steht noch unter dem Schock des schlimmsten terroristischen Anschlags der französischen Geschichte.
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