Dramatische Szenen an der mazedonisch-griechischen Grenze.
Insgesamt 25 Militärangehörige und mehrere «leichte gepanzerte Fahrzeuge» sollten an vier Grenzübergängen den Grenzschutz unterstützen, teilte das Verteidigungsministerium in der Hauptstadt Sofia am Dienstag mit. Es handle sich um eine «vorsorgliche Maßnahme». Sollten viele Flüchtlinge den Weg über die Grenze suchen, könne das Aufgebot verstärkt werden.
Ministeriumssprecher Daniel Stefanow sagte der Nachrichtenagentur AFP, die eingesetzten Soldaten sollten hauptsächlich den Grenzschutz trainieren. Es sei nicht vorgesehen, dass sie entlang der Grenze patrouillierten oder Patrouillen begleiteten.
Zustrom
Mazedonien hatte am Donnerstag seine Grenze zu Griechenland geschlossen, so dass sich im Grenzgebiet tausende Flüchtlinge sammelten, die über Tage im Freien übernachten mussten. Am Samstag wurde der Andrang so groß, dass Mazedonien nachgab und die Flüchtlinge wieder ins Land ließ.
Tausende Flüchtlinge suchten sich daraufhin einen Weg durchs Land nach Serbien, um weiter nach Ungarn zu reisen. Allein am Montag erreichten fast 2100 Menschen Ungarn. Auch das EU-Land Bulgarien fürchtet einen Zustrom von Flüchtlingen aus Mazedonien, der bislang aber ausblieb.
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