Am 29. Mai platzte die Bombe beim Pflegedienst «Hëllef Doheem.» Aus Kostengründen will die Pflegeeinrichtung 90 Arbeitsplätze streichen und Einrichtungen (Link) schließen. Die Gewerkschaften OGBL und LCGB fühlten sich vor vollendete Tatsachen gestellt und kritisierten heftig die Informationspolitik von «Hëllef Doheem»-Direktor Benoît Holzem.
«Die Direktion hat den Sozialdialog bewusst verweigert und versteckt sich nun hinter dem Vorwand einer finanziell schwierigen Situation, die jedoch komplett untransparent ist und für die es keinerlei Belege gibt», hieß es am gleichen Tag. Seit einer Woche versuchte der OGBL in drei Gesprächsrunden mit der Direktion einen «Plan de maintien dans l’emploi» sowie eine Arbeitsplatzgarantie für die 90 Jobs zu erreichen – ohne Erfolg.
Donnerstag Demo
«Dieses Angebot wurde von der Direktion abgelehnt. Unter diesen Umständen war es unmöglich, die Gespräche fortzuführen,» heißt es am Dienstag vom OGBL. Jetzt kündigt sich ein erster Protest an und die Gewerkschaft macht ernst, was sie bereits vergangene Woche angekündigt (Link) hatte. Am kommenden Donnerstag will die Gewerkschaft die Pflegedienst-Angestellten aufrufen vor der «Hëllef Doheem»-Zentrale in Belair zu demonstrieren.
Am vergangenen Donnerstag hatten 300 Angestellte an einer Protestaktion des OGBL und LCGB in Esch/Alzette teilgenommen. Die Pfleger wollen sich mit Hilfe der Gewerkschaftem mit allen Mitteln gegen die Abbaupläne bei «Hëllef Doheem» wehren.
Die Gewerkschaften sprechen von einem Kahlschlag. Sie kritisieren unter anderem die finanzielle Untransparenz bei dem Pflegedienst. Neben den finanziellen Unklarheiten, sei es skandalös, dass die Direktion zur Zeit immer noch Einstellungsgespräche führe, während sie Personalabbau betreiben wolle, kritisieren die Gewerkschaften.
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