Flug- und Bahnreisende bekommen im Kampf für mehr Passagierrechte Unterstützung aus dem Europäischen Parlament. Die Volksvertreter verlangen von der EU-Kommission unter anderem konkrete Vorschläge für ein einheitliches Beschwerdeformular sowie eine zentrale Schlichtungsstelle für Streits zwischen Transportunternehmen und Kunden. Eine Liste entsprechender Forderungen legte der zuständige Parlamentsberichterstatter Georges Bach am Dienstag vor. Dazu gehören auch Infostände in sämtlichen Abfahrts- und Abflughallen.
Bach zufolge werden Reisende nach wie vor unzureichend über ihre Rechte und Ansprüche informiert. Außerdem verschanzten sich Airlines und Bahnunternehmen oft hinter der Formulierung «außergewöhnliche Umstände», mit der sie sich vor Schadensersatz drückten. Die Kommission müsse daher eine Liste vorlegen, in welchen Fällen solche Ausnahmen gelten dürften.
Wie wichtig das sei, hätten Gespräche mit Verbraucherorganisationen und Transportunternehmen gezeigt. Bei einer internen Umfrage hätten zudem über 200 Parlamentsbedienstete Probleme beim Einfordern ihrer Passagierrechte beklagt.
Zu Demaart
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