An diesem Sonntag wurde beim Verbandskongress das Zentralkomitee der UGDA (Dachverband der Musik- Gesang- Theater- und Tanzvereine) teils neu aufgestellt. Die zwei freigegebenen Posten von Louis Karmeyer und Jules Krieger standen demnach zur Verfügung. Zwei Kandidaten, Joe Heintzen (Harmonie Municipale Vianden) und Romain Osweiler (Musek Concordia Rouspert) hatten sich im Vorfeld auf die freien Posten gemeldet und wurden vom Kongress bestätigt.
Auch die beim außerordentlichen Kongress im Oktober provisorisch ernannten Besetzungen des Exekutivbüros (Präsidentin Martine Deprez, 1. Vize-präsident Gilbert Girsch, 2. Vize-Präsident Robert Mamer, Generalsekretär Robert Köller, Kassenwart André Heinen) wurden am Sonntag mit der notwendigen Mehrheit der Stimmen bestätigt.
Krisenjahr
2015 war ein regelrechtes Krisenjahr für den UGDA-Verband. Es kam unter anderem zu Streitigkeiten mit dem ehemaligen Generalsekretär Jeannot Clement. Ende Oktober war ein außerordentlicher Kongress einberufen worden. Denn einen Monat zuvor waren vier der fünf Exekutiv-Mitglieder des Verbandes zurückgetreten, weil sie nicht mehr mit Jeannot Clement zusammenarbeiten wollten.
95 von 309 Vereinen forderten schriftlich einen außerordentlichen Kongress. Das Minimum liegt hier laut ASBL-Gesetz bei einem Fünftel, also bei 62, demnach legal. 209 der 309 Vereine waren damals präsent, weit mehr als die erforderlichen 50 Prozent. Nicht eine schriftliche Beanstandung der Wahlresultate, auch keine von Jeannot Clement, wurde an die UGDA herangetragen.
Statutenänderung
Die Krise hatte offenbart, dass eine Statutenänderung erforderlich sei. Diese soll aber nicht übers Knie gebrochen werden, sondern sorgsam, in Zusammenarbeit mit einer neu ins Leben gerufenen „Statutenkommission“ ausgearbeitet werden. Die diesbezügliche Motion wurde vom Kongress gutgeheißen.
Provisorische Statuten sollen dem Juristen der UGDA spätestens am 1. November 2016 vorgelegt werden und nach Genehmigung durch das Zentralkomitee sollen sie bei den Regionalversammlungen 2016 vorgestellt werden. Schriftliche Änderungsanträge können dann bis zum 15. Januar 2017 eingereicht werden.
Standing Ovations
In einer bewegenden Laudatio ging UGDA-Ehrenpräsident Rob Weyland auf die langjährige Karriere von Louis Karmeyer ein. Karmeyer war Mitglied des Verwaltungsrates der UGDA und der „Mutuelle“ von 1979-2000, von 1982 bis 1997 war er Regionaldelegierter, von 1997-2000 und 2015-2016 Mitglied des Zentralkomitees. Von 2000 bis 2005 bekleidete er das Amt des Generalsekretärs und von 2005-2015 das Amt des Präsidenten. Beim diesjährigen Kongress wurde ihm der Titel des Ehrenpräsidenten verliehen, begleitet von langanhaltendem Applaus und Standing Ovations.
Zwei neue Gesellschaften wurden in der UGDA aufgenommen: „Les Amis de la Musique Militaire“ und „Trompes de chasse St. Hubert Luxembourg“. 18 Vereine sind dagegen nicht mehr affiliiert.
Für die musikalische Umrahmung der Feier sorgte das „National Youth Wind Orchestra Luxembourg“ unter der Leitung von François Schammo.
Zu Demaart
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