Das Bildungsministerium hat den Gewerkschaften am Mittwoch einen neuen Vorschlag für die umstrittene Zwischenbilanz in der Grundschule vorgelegt. Er stützt sich auf die Empfehlungen der Universität Luxemburg, die im Juli des letzten Jahres vorgestellt wurden und berücksichtigt die Vorschläge der Gewerkschaften (AIP, FNCTTFEL, SEW/OGBL und SNE/CGFP) sowie der Elternverbände (FAPEL). Bildungsminister Claude Meisch sagte am Mittwoch, das neue System werde nach einer Probephase im Schuljahr 2015-2016 eingeführt.
Im Regierungsprogramm ist die Vereinfachung der Zwischenbilanzen vorgesehen. Ziel sei es, die Umsetzung der 2009 beschlossenen Schulreform zu verbessern, heißt es in einer Mitteilung der Regierung.
Fruchtbare Debatte
Im März hatte die Regierung den Gewerkschaften und der FAPEL einige Vorschläge für eine «Anpassung» der Bilanzen vorgestellt. Es kam anschließend zu einem Meinungsaustausch zwischen den Verhandlungspartnern. Sie einigten sich auf ein neues Modell.
In den Fächern Deutsch, Französisch und Mathematik erfolgt die Bewertung in vier Kompetenzbereichen. Die Arbeit der Schüler wird jedes Trimester durch Noten zwischen A (Exzellent) und D (verbessungswürdig) bewertet. Die Fortschritte der Schüler werden in einer vereinfachten Tabelle dargestellt. In den Nebenfächern werden auch Noten von A bis D ausgeteilt. Die fächerübergreifenden Kompetenzen werden begrenzt und neu formuliert.
Der Bildungsminister wird den Vorschlag nun an die 156 Schulen des Landes senden. Ziel sei es den größtmöglichen Konsens zu erreichen.
Zu Demaart
Sie müssen angemeldet sein um kommentieren zu können