Luxemburg gilt in Europa derzeit nach Großbritanien und Deutschland als drittwichtigster Standort für den sogenannten Renminbi. Anders als Dollar oder Euro ist Chinas Währung Renminbi (oder Yuan) nicht frei handelbar. Allerdings lockerte China die Handelsschranken für den Yuan schrittweise, um seine Bedeutung an den internationalen Finanzmärkten zu steigern. So ist der direkte Handel zwischen dem Renminbi und dem britischen Pfund erlaubt, im Herbst folgt der Euro über eine Clearing-Bank in Frankfurt am Main.
Am Rande eines Bankentreffens in Basel haben am Samstag der luxemburgische Zentralbankchef (BCL) Gaston Reinesch und sein Amtskollege der chinesischen Zentralbank, Xiaochuan Zhou ein Memorandum of Understanding unterzeichnet. In Zukunft soll die Zusammenarbeit unter anderem beim Informationsaustausch, Überwachung und Auswertung vertieft werden, heißt es am Sonntag in einer Mitteilung der BCL
Standort Luxemburg
Das Abkommen dient zudem als Grundlage für die geplante Renminbi-Clearing-Bank in Luxemburg. Darüber würde die chinesische Zentralbank die Geschäfte mit Luxemburg betreuen und Informationen zwischen den beiden Ländern austauschen.
Finanzminister Pierre Gramegna fliegt am Montag nach China um weitere Details zu klären. Laut AFP gilt für Gramegna Luxemburg inzwischen als einer der wichtigsten Standorte für Chinas Währung Renminbi. Derzeit gibt es mit der Bank of China, ICBC und China Construction Bank drei Finanzinstiute im Land. Weitere könnten folgen. In China soll es Verhandlungen mit den beiden Banken Shanghai Pudong und China Merchants Bank geben, schreibt AFP.
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