Roby Biwer, Präsident von «natur&ëmwelt», ging in seiner Ansprache beim Neujahrsempfang des Umweltschutzverbandes auf die Wichtigkeit von Naturschutzdirektiven ein. Im vergangenen Jahr habe er zusammen mit Umweltministerin Carole Dieschbourg gegen eine Verwässerung dieser Bestimmungen gekämpft. EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hatte seinem Umweltkommissar vor einem Jahr den Auftrag gegeben, die geltenden Naturschutzvorschriften der EU einem «Fitness-Check» zu unterziehen. Umweltorganisationen in ganz Europa fürchten seitdem ein Herabsetzen der Naturschutzstandards in allen EU-Mitgliedstaaten.
Biwer erinnerte gestern vor diesem Hintergrund sowohl an den ökologischen als auch an den wirtschaftlichen Nutzen von Naturschutzdirektiven. Einerseits stabilisiere sich die Anzahl der geschützten Tiere durch hohe Umweltbestimmungen, andererseits würde Geld durch hohe Umweltstandards gespart werden, denn „der Biodiversitätsverlust hat in Europa einen Schaden von 450 Milliarden Euro angerichtet“.
Umdenken nötig
Die Umweltschöffin der Stadt Luxemburg, Viviane Loschetter, und Umweltministerin Carole Dieschbourg haben ihrerseits gestern auf die positiven Aspekte der vergangenen UN-Klimakonferenz von Paris hingewiesen. Dort wurde ein Abkommen beschlossen, das die Begrenzung der globalen Erwärmung auf deutlich unter 2 Grad Celsius, möglichst unter 1,5 Grad Celsius, vorsieht. Laut Dieschbourg und Loschetter war das vergangene Jahr somit «ein Jahr der Entscheidungen», dieses Jahr stehe allerdings im Zeichen einer Transition und von Aktionen. Nun sei ein Prozess des Umdenkens nötig, der durch Aktionen wie Sensibilisierungskampagnen unterstützt werden soll.
Zu Demaart
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