In Italien haben am Sonntag zweitägige Provinz- und Kommunalwahlen begonnen. Der umstrittene konservative Ministerpräsident Silvio Berlusconi hat die Abstimmung zum «nationalen Test» für seine Regierung erklärt. Mehr als zehn Millionen Wahlberechtigte haben bis Montag, 15.00 Uhr Zeit, ihre Stimme abzugeben. Gewählt wird in neun Provinzen und 1177 Kommunen, darunter auch in den wichtigen Großstädten Mailand, Turin, Bologna und Neapel.
Besonders ein erneuter Sieg in der Finanzmetropole Mailand sei wichtig, um die Regierung zu stärken, hatte Berlusconi kurz vor der Wahl erklärt. Im Müll- und Mafia-geplagten Neapel hingegen hofft der 74-Jährige darauf, der Linken nach 18 Jahren die Führung der Millionenstadt abzujagen.
Wahllokale offen
Die Wahllokale sind am Sonntag von 8.00 bis 22.00 Uhr und am Montag von 7.00 bis 15.00 Uhr geöffnet. Erste stichhaltige Ergebnisse sind aufgrund der komplizierten Auszählung nicht vor Montagnacht zu erwarten.
Justizskandale und Machtkämpfe innerhalb der Regierungskoalition haben Berlusconi in den vergangenen zwölf Monaten innenpolitisch erheblich zugesetzt. Kurz vor Weihnachten überstand er nur knapp ein Misstrauensvotum gegen seine Regierung. Landesweit ist das Parlament bis 2013 gewählt.
Zu Demaart
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